GK Kunst Q2: Installation Pom’s Bar

Ausgehend von dem Bilderzyklus „Café Deutschland“ des Düsseldorfer Malers Jörg Immendorf entstand das Unterrichtsprojekt des GK Kunst der Q2.

In der Bar treffen fiktive und real existierende Personen wie zufällig aufeinander um zu feiern, ihren Kummer zu ertränken, sich zu zeigen, um kleine oder große Geschäfte einzufädeln und was man sonst noch alles in einer Bar veranstaltet.

In dem oben genannten 1984 entstandenen Bilderzyklus des 2007 verstorbenen Malers Jörg Immendorf wird, vereinfacht gesagt, die Deutsch-Deutsche Teilung thematisiert. In einer dunklen Bar (Vorbild war die Düsseldorfer Diskothek Revolution) treffen Freunde des Künstlers, Politiker wie der damalige Kanzler Helmut Schmidt und der Staatsratsvorsitzende Erich Honecker, der Künstler selber und andere mehr oder weniger bekannte Figuren der 80ger Jahre zusammen. Das Bild ist als eine Aufforderung zum politischen Dialog zwischen Ost und West zu verstehen. Angeregt wurde Immendorf u.a. von dem Udo-Lindenberg-Konzert in Ostberlin im Herbst 1983. Künstler und Musiker in Ost und West engagierten sich für einen offenen Dialog und Kulturaustausch, um die verhärteten Fronten zwischen BRD und DDR aufzubrechen.

In der Arbeit des GK 13 soll auch so etwas wie ein Zeitbild eingefangen werden. Deutlich wird das besonders an der Figur von Obama, der mit leerer Geldbörse an der Theke sitzt und seine Zeche (nur eine Cola!) nicht bezahlen kann.

Dahinter sieht man einen asiatisch aussehenden Mann mit einem Araber gemeinsam an einem Stehtisch, die wohl gerade einen lukrativen Vertrag abgeschlossen haben.

In der Mitte sieht man den wie immer grinsenden Barney Stinson, eingerahmt von zwei Verehrerinnen, der sich für nichts außer seinem persönlichen Vergnügen interessiert.

Barney Simpson treffen wir bei seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Trinken.

Batman ist völlig deprimiert und hat sein hehres Ziel, die Welt doch noch zu retten, aufgegeben. Er weiß wohl, dass seine Zeit abgelaufen ist. Trost spendet ihm in dieser Situation Anonymous, vielleicht eine viel zeitgemäßere Version des Helden.

Ein Soldat mit angelegtem Gewehr – offensichtlich traumatisiert durch seine Kriegserfahrungen – erschreckt vom Klimpern der Münzen, kauert vor der Theke.

An einer Säule lehnt gelangweilt rauchend ein Jugendlicher, er hält sich aus allem raus und wartet erst einmal ab.

Alle Figuren hinter der Theke bleiben zweidimensional, sie sind wie Figuren, die in einem Theaterstück auftreten. Nur Pom, der Barkeeper, ist dreidimensional dargestellt und gehört als Figur auf unserer Seite der Theke zur Welt des Betrachters. (Immer wieder erleben Besucher der Schule, die die Figurengruppe noch nicht kennen, diesen kurzen Überraschungsmoment: da steht jemand!)

Das Gruppenbild mit Barkeeper ist wie ein Wartesaal, in dem Menschen zufällig zusammentreffen und sich ihre Wege bald wieder trennen. Was erzählen uns die hier anwesenden Personen? Welche Wege werden sie beschreiten? Es gibt keine eindeutigen Antworten, der Betrachter ist aufgefordert, eigene Spekulationen anzustellen und sich zu fragen, an welchem Punkt befinde ich mich gerade?

Kurs GK Q2/13: Corinna Bornschein, Carolin Chrubasik, Robert Gadow, Marcel Jansen, Kerstin Kaczor, Maximilian Oberfeld, Lena Overkamp, Till Stiefermann, Amin Suliman, Anita Vißers, Nadine Voßnacke, Muhammed Yaman

[W. Conrads]

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