Mittelstufe

  1. Aus Kindern werden Jugendliche: Hilfestellungen und Regelungen am Marie-Curie-Gymnasium

Das Lebensalter zwischen zwölf und fünfzehn Jahren ist für die Mädchen und Jungen, aber auch für die Schule oft eine Herausforderung. Einerseits findet im Lebensabschnitt der Pubertät ein wichtiger Entwicklungsabschnitt im Leben jedes jungen Menschen hin zur Ausbildung einer vollständigen, erwachsenen Persönlichkeit statt. Andererseits ist diese Phase oft mit Selbstzweifeln, überzogener Selbsteinschätzung und Rebellion gegen die Welt der Erwachsenen und der Autoritäten verbunden.

Die Schule reagiert auf diese Situation vielfältig, individuell und professionell. So wie die Schülerinnen und Schüler Hilfe und individuelle oder gemeinschaftliche Unterstützung und Verständnis benötigen, sind die Lehrerinnen und Lehrer bereit und in der Lage, diese Unterstützung zu leisten. Diese Bereitschaft erfordert Professionalität – neue und bewährte Methoden und Ansätze pädagogischer nachvollziehbarer Strategien bei Heranwachsenden sowie klare Regeln können deren Kompetenzen und Handlungsmöglichkeiten verbessern. Hierfür bilden wir Lehrer uns regelmäßig zum Nutzen der Kinder und Eltern weiter. So können wir unsere pädagogischen Bemühungen in der Mittelstufe miteinander absprechen und fokussieren. Unser Ziel ist es einen starken Klassenverband als sinnvolle Grundlage für Lehren und Lernen im sicheren Umfeld zu schaffen

 

  1. Beratung für Schüler und Eltern

Unser Beratungskonzept zielt auf Informationen und Verständigung über Handlungsmöglichkeiten in Gesprächen; über die verschiedenen Bildungsgänge in der Schule bis hin zur Oberstufe, über Abschlüsse und Übergänge, über innerschulische und außerschulische Angebote, soweit sie einen Bezug zu unserer Schule haben, und über die Berufswahl.

Fachlehrer und Klassenlehrer stehen nach Vereinbarung für persönliche Gespräche zur Verfügung – sowohl auf individuelle Rückmeldungen wie auch auf Hilfestellungen in den meisten schulischen Krisensituationen sind wir Lehrer vorbereitet. Darüber hinaus sind Frau Albrecht und Frau Gabriel mit ihrer besonderen Ausbildung zu Seelsorgerin bzw. Beratungslehrerin auch auf schwierigere und vertrauliche Sachverhalte eingestellt. Sie vermitteln auch Kontakte zu außerschulischen Beratungsstellen und ggf. Psychotherapeuten. Sprechen Sie uns an, wenn es einmal „brennt“!

 

  1. Fördern und Fordern

Fördern und Fordern von Leistungen bei den Schülern, das ist unsere Devise. In der Mittelstufe gehen schulische Anstrengungen der Schüler und pädagogische Bemühungen der Lehrer zusammen: Leistungen zu erbringen ist in einem von Gerechtigkeit und Ernstnehmen der Schüler geprägten angstfreien Lernklima fast allen Lernenden möglich. Wir fördern sie im Unterricht durch binnendifferenzierende Maßnahmen, in Förderstunden, besonders in den Hauptfächern, je nach Bedarf und den Möglichkeiten der Schule, in gezielter Einzelförderung – in Zusammenarbeit mit den Eltern durch Beratung, Hinweise und Förderpläne zur Optimierung des Lernerfolgs.

Die Begabtenförderung findet insbesondere in den Sprachprojekten DELF (Vorbereitung auf französische externe staatlich anerkannte Prüfungen), Cambridge Certificate und der Naturwissenschafts – AG ihre besondere Ausprägung. Dies verlangt zusätzliche Anstrengungen und hohe Motivation seitens der Schüler.

Durch das bilinguale Profil der Schule ergeben sich auch für die nicht bilingualen Schülerinnen und Schüler zusätzlich Fördermöglichkeiten in Form der PUMA-Stunden.  Auch wird in der Jahrgangsstufe 9 aktuelle eine Stunde mehr Mathematik unterrichtet als in den anderen Hauptfächern, um die Schülerinnen und Schüler gezielt auf die besonders umfangreichen Anforderungen in der Oberstufe vorzubereiten.

Die Big Band – Aktivitäten laufen auch in der Mittelstufe weiter. Höhepunkt ist dann ein Konzert am Ende des Schuljahres, in dem die Schüler ihre musischen Fähigkeiten unter Beweis stellen.

In weiteren Arbeitsgemeinschaften (meist Jahrgangsstufen übergreifend) können die Schüler außerhalb des Unterrichts ihren spezifischen Interessen nachkommen und besondere Kenntnisse und Fähigkeiten schulen und anwenden lernen. Wir bieten Arbeitsgemeinschaften z. B. in Rechtskunde, Erster Hilfe, Theater, Kunst, Musik, Sport und Naturwissenschaften. Ein Sanitätsdienst von freiwilligen extra ausgebildeten Schülern für Schüler steht bei kleineren Missgeschicken und Unfällen in der Schule kompetent und schnell zur Verfügung: sogar in jeder Pause gibt es einen festen Dienstplan!

Eine Übersicht über das vielfältige Angebot finden Sie auf unserer Homepage unter Arbeitsgemeinschaften und der Rubrik Schüler für Schüler.

Im Laufe des Schuljahres bieten wir diverse Ereignisse an, die das Schulleben bereichern. Immer wieder gibt es Theaterabende, das Nordstadtkonzert, wissenschaftliche oder pädagogische Vorträge für Eltern, Schüler und Lehrer, Informationsabende zum Thema Internetsicherheit und Veranstaltungen wie das Sportfest am Ende des Schuljahres. Gemeinsame kleine Projekte in den einzelnen Stufen zeigen den Eltern den Lernfortschritt ihrer Kinder, z. B. französische und englische Liedernachmittage. Die Tradition des „Französischen Abends“ werden wir auch in Zukunft fortsetzen; auch beabsichtigen wir das Spanische Fest, das uns alle schon mehrmals begeisterte, turnusgemäß zu präsentieren. Bei allen Projekten ist die aktive Mithilfe der Schüler gefragt!

 

Die Besonderheiten der Klassenstufen 7, 8 und 9

  1. Der Übergang zur Jostenallee – die Klasse 7

Mit dem Beginn der 7. Klasse wechseln die Schülerinnen und Schüler in das Hauptgebäude an der Jostenallee. Wir haben feste innere und äußere Strukturen und ein Regelwerk zur Hand, das einen Orientierungsrahmen für Schülerinnen und Schüler schafft. Das Gespräch mit den Eltern ist dabei wichtig: Die Weiterführung des MCG-Heftes als Basis des Kontaktes sowie das persönliche Gespräch sind wichtige Bestandteile unserer pädagogischen Arbeit. Wie in der Erprobungsstufe bilden die beiden Klassenlehrer ein Team und sind mit ein bis zwei Fächern in ihrer Klasse eingesetzt. Dadurch sind sie meist jeden Tag in der Klasse und für die Schüler ansprechbar. Die Gespräche zwischen den ehemaligen und den neuen Klassenleitern (Übergabegespräche) helfen beim Übergang in die neue Umgebung und die neuen Anforderungen. Wie in der Annostraße haben wir auch im Schulstandort Jostenallee Fachräume, Bistro, offene Angebote in der Mittagspause mit festen Regeln, die das soziale Miteinander einüben helfen. Wie gewohnt, gibt es auch in den neuen Klassenräumen Spinde für die Schulsachen.

Das aus der Erprobungsstufe bekannte Modell „Zusammen Wachsen“ wird mit einer Klassenleiterstunde in Klasse 7 weitergeführt, dann zunehmend in das Unterrichtsgeschehen integriert und findet u.a. in diversen Projekten innerhalb des Fachunterrichtes statt. In den Fächern Deutsch und Religion /Praktische Philosophie erarbeiten die Schüler altersgemäße fachliche Inhalte zu diesem Thema.

Insgesamt haben die Schülerinnen und Schüler in der 7. Klasse 31 Wochenstunden. Wir unterrichten – wie in Klasse 6 – die Hauptfächer mit wöchentlich 4 Stunden. Die Schüler schreiben pro Halbjahr in jedem Hauptfach 3 Klassenarbeiten. Für die Schüler, die den bilingualen Zweig gewählt haben, tritt nun ein Unterrichtsfach in englischer Sprache hinzu. Hier lernen die Schüler die englische Sprache in Erdkunde zu verwenden und legen damit einen Grundstein für die gesamte bilinguale Schullaufbahn bis hin in die Oberstufe, die mit einem Zertifikat über den bilingualen Abschluss endet.

 

  1. Lernen in der Stufe 8

In der neuen Jahrgangsstufe bleiben die Schüler in der Regel in ihrem angestammten Klassenraum: Die bekannten Strukturen aus der Stufe 7 bleiben so räumlich und inhaltlich erhalten. Der Orientierungsrahmen der vorigen Klassenstufe gilt weiterhin; das bekannte Umfeld gibt Sicherheit.

Das Lernen in der Stufe 8 wird nun auf eine breitere Basis gestellt: Die Schüler lernen nun neue Fächer ihrer Wahl kennen: Französisch (als 3. Fremdsprache), Biologie/Chemie, Mathematik/Informatik oder Geschichte/Sozialwissenschaften treten hinzu. Der Fächerkanon wird größer, der Stundenplan umfangreicher.

Die Schüler haben einen bis zwei lange Tage, an denen wir auch am Nachmittag unterrichten. Sie können sich, wie in der Stufe 7, in der Mittagspause im Bistro und/oder bei den offenen Angeboten während der Mittagspause erholen.

Bereits im Herbst, zu Beginn des neuen Schuljahres in der 8. Klasse unternehmen wir eine einwöchige Klassenfahrt. Das Gemeinsamkeitserlebnis fördert sowohl die soziale Kompetenz durch besondere erlebnispädagogische Akzente und die individuellen Fähigkeiten, z. B. bei sportlichen Aktivitäten. Die Schüler vertiefen Freundschaften und gemeinsame Interessen, was sich auf die Leistungen im Unterricht positiv auswirkt.

Seit einigen Jahren verfügt die Schule über ein Evaluationsinstrument für die 8. Klassen in Form von Lernstandserhebungen, VERA 8 genannt. Im Frühjahr schreiben die Schüler in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik landesweit standardisierte Tests, deren Ergebnisse unsere gemeinsame Arbeit in der Schule rückmeldet und so unsere fachliche Weiterentwicklung ermöglicht. Die Schüler und Eltern erhalten einen Überblick über die Leistung ihres Kindes im Vergleich zur Klasse in Form von Einzelauswertungen und haben die Möglichkeit zur persönlichen Beratung durch die Fachlehrer.

Auch finden in der Jahrgangsstufe 8 erste umfangreiche Einblicke in die Berufswelt statt. Dies geschieht in Gestalt der Potentialanalyse und der Berufsfelderkundung. Beide Projekte werden im Rahmen der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ durchgeführt und führen zu einem gegenseitigen Nutzen für Schule und Betriebe: Betriebe haben die Möglichkeit, zukünftige Auszubildende schon frühzeitig kennenzulernen und die Schülerinnen und Schüler können schon im Laufe ihrer Schullaufbahn bestimmte Berufsfelder erkunden und so ihre Interessen und Fähigkeiten besser einschätzen.

  1. Vorbereitung auf die Oberstufe: Stufe 9

In der Stufe 9 erhalten die Schüler umfangreichen Unterricht; besonders intensiv sind die Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik vertreten (je 2 Stunden). Im künstlerischen Bereich erteilen wir Kunst und Musik im halbjährlichen Wechsel; Geschichte und weiterhin Religion/Prakt. Philosophie ergänzen den Fächerkanon. Weiterhin werden die Hauptfächer 3-stündig unterrichtet, in denen pro Halbjahr 2 Klassenarbeiten als Leistungsnachweise geschrieben werden. Auch die Fächer des Wahlpflichtbereiches werden fortgeführt. Natürlich haben die Schüler auch Sport. Durch besondere Verzahnung der Unterrichtgegenstände in den unterschiedlichen Fächern haben die Schüler dennoch genügend Freizeit; nur ein- bis zweimal haben sie nachmittags Unterricht.

Wir beraten besonders die Schüler der 9. Klassen über Möglichkeiten ihre Schullaufbahn für die Sekundarstufe II zu planen oder ihre berufliche Zukunft zu gestalten. In Informationsveranstaltungen und gezielten Einzelberatungen lernen die Schüler ihre Oberstufenkurse vor dem Hintergrund ihrer Fähigkeiten und Leistungen zu wählen. Die Fächerbörse ist eine besondere Einrichtung unserer Schule: wie auf einer Messe stellen wir alle Fächer, besonders die neuen Fächer in der Oberstufe, vor. Die Schüler können sich an Ständen individuell informieren und sich durch die (Fach-) Lehrer beraten lassen.

Im Unterricht lernen die Schüler sich richtig zu bewerben, lernen verschiedene Berufsbilder kennen (Berufsinformationstag und Bewerbertraining). Im Deutsch-, Englisch- und im Politikunterricht wird die Frage der Berufswahl thematisiert, außerdem erhalten die Schüler eine Einführung in das Online-Angebot der Agentur für Arbeit. In der 9. Klasse beginnt die Vorbereitung des Betriebspraktikums in der Jahrgangsstufe 10 (Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe).

 

[H.Heinrich]

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