Studienfahrt

Zwischen Schottenrock und Schafen- unsere Abschlussfahrt nach Edinburgh

Von Ijmuiden aus führte es uns mit einer Fähre über die Nordsee nach Newcastle. Statt einer langweiligen Bootsfahrt erwarteten uns auf der Fähre ein Kino, ein Casino, eine Bar mit Livemusik und mehr Möglichkeiten, um sich die Zeit zu vertreiben.

Unsere Reise ging weiter bis nach Edinburgh. Auf dem Weg zu unserem Hostel informierte uns unser Stadtführer Andrew über die Sehenswürdigkeiten Edinburghs, wobei er keine Information ausließ und sich nicht scheute, diese auch noch einmal oder zweimal oder auch dreimal zu wiederholen… zu wiederholen… zu wiederholen…

Angekommen im Hostel durften wir die nun die wunderschöne Stadt Edinburgh auf eigene Faust erkunden.

Am Tag darauf standen wir schon früh auf, um uns auf den eventreichen Tag vorzubereiten, welcher uns bevorstand. Unser erstes Ziel war Edinburgh Castle, dessen prunkvolle Fassade einige schon aus dem Fenster des Hostels bewundern konnten. Nach einem kurzen Aufstieg befanden wir uns schon vor der Burg, welche wir dann auch von innen erkunden durften. Uns erwarteten viele interessante Einblicke in die Geschichte, wie zum Beispiel die Zellen der damaligen Gefangenen und die schottischen Kronjuwelen. Nicht weit entfernt von Edinburgh Castle befand sich „The Scotch Whiskey Experience“, wo uns in einer beeindruckenden Führung alles rund um das Nationalgetränk Schottlands beigebracht wurde. Darauf bekamen wir einen Einblick in das politische Geschehen der Schotten. Im Kontrast zu Edinburgh Castle ist die Fassade des Scottish Parliament von moderner Architektur geprägt, was sich auch im Inneren des Gebäudes widerspiegelt.

Direkt im Anschluss bestiegen wir den 250 Meter hohen Arthur‘s Seat. Nach der etwas rutschigen, aber auch sehr amüsanten Wanderung wurden wir durch einen wunderschönen Ausblick auf Edinburgh belohnt. Eine perfekte Location um das ein oder andere Foto zu knipsen.

Bevor wir uns zum Schlafen in unsere bequemen Betten zurückziehen konnten, traten wir die ‘City of the Dead Tour’ durch die gruseligen Katakomben von Edinburgh an. Mit Kerzenschein und begleitet von schaurigen Geschichten, begaben wir uns mit schlotternden Knien durch das Tunnelsystem der alten Stadt.

Der nächste und etwas verregnete Tag forderte die Improvisationskünste unserer Lehrer. Auf dem Weg in die schottischen Highlands besuchten wir das sehr eindrucksvolle „Wallace Monument“, welches sich durch einen kleinen Spaziergang erreichen ließ. Trotz des schottischen Wetters spazierten wir schließlich am „Loch Lomond“ entlang durch die Highlands.

Am letzten Tag unserer Stufenfahrt veranstalteten wir einen Selfie-Contest im „National Museum of Scotland“ bei dem sehr viele lustige Fotos entstanden sind. Das Museum hatte noch viel mehr zu bieten als nur Motive für Schnappschüsse. Ganz egal in welchem Bereich man sich befand, konnte man selbst ausprobieren oder verschiedenste Maschinen testen, was den Aufenthalt im Museum sehr kurzweilig gestaltete. Danach ging es für uns auf die pompöse „Royal Britannia“, welche lange im Besitz der britischen Königsfamilie war. Um den letzten Abend in Edinburgh zusammen ausklingen zu lassen, trafen wir uns im „Hard Rock Café Edinburgh“.

Am letzten Morgen verabschiedeten wir uns von der Stadt Edinburgh und traten unseren Weg nach Newcastle an. Dort angekommen nahmen wir an einer Führung durch den St. James Park, das Stadion des Newcastle United FC, teil, welche das Herz der Fußballbegeisterten unter uns höherschlagen ließ. Nach einer letzten Stärkung auf englischem Boden machten wir uns mit der Fähre von dort aus auf den Heimweg.

Zurückschauend bleiben uns witzige Momente und viele schöne Erlebnisse in Erinnerung. Schade nur, dass dies unsere letzte gemeinsame Reise war.

Miklas, Ben
Giuliana, Marie

Ciao bella Italia!

Unsere Studien- und gleichzeitig Abschlussfahrt führte ein Teil der Q2 dieses Jahr zum Gardasee in Norditalien. Dort wurden wir auf einem Campingplatz in Bungalows untergebracht und durften uns selbst versorgen. Mit unseren Lehrern gingen wir dafür in diversen bekannten und unbekannten Supermärkten einkaufen. Ein Großeinkauf diente auch als Vorbereitung für einen gemeinsamen Abschlussabend, an dem sich fast 70 Personen an einer knapp 30 Meter langen, rustikal dekorierten Tafel einfanden. Jeder Bungalow sollte für diesen Abend etwas auf den Tisch zaubern, was dazu führte, dass wir von einem riesen Buffet mit zum Teil typisch italienischen, köstlichen Speisen auswählen konnten.

Doch haben wir natürlich nicht nur rumgesessen, sondern auch die Umgebung fleißig erkundet und verschiedene Orte um den Gardasee besucht. Wir shoppten in Bardolino, erhielten eine tolle Stadtführung in Verona, fuhren mit dem Boot über den Gardasee und besichtigten auch noch die Ruinen einer römischen Villa in Sirmione. Weiter nahmen wir an einer Besichtigung eines echten und idyllischen italienischen Weingutes teil, wo wir zusätzlich noch etwas über die Herstellung von Wein lernten und einen wunderbaren Sonnenuntergang in den Weinbergen erleben durften. Der Hund des Besitzers stellte hier noch eine besondere Attraktion dar.

Unsere Wanderung auf den Rocca di Manerba an einem anderen Tag verlief jedoch anders als geplant, denn als wir auf der Spitze ankamen – von wo man einen großartigen Blick auf die Umgebung hat – mussten wir feststellen, dass sich kurz zuvor ein Unfall dort oben ereignet hatte. Ein älterer Wanderer war gestürzt und kam unter anderem durch unsere MCG-Erste-Hilfe-Tasche, deren Daseinszweck zuvor noch bezweifelt wurde, und einem spektakulären Hubschraubereinsatz schließlich glimpflich davon.

Am Ende eines jeden Tages hatten wir dann noch Freizeit und genossen die doch kurze Zeit am Gardasee, indem wir entweder in der Nähe der Camping-Anlage unterwegs waren oder einfach nur gemeinsam auf den Verandas unserer Bungalows Spaß hatten.

Doch das absolute Highlight unserer Fahrt war eine ganztägige Exkursion nach Venedig. Um überhaupt zum Stadtzentrum mit all den bekannten Bauwerken zu gelangen, nahmen wir ein Boot und konnten uns bereits vom Wasser aus einen ersten Eindruck von der Stadt machen. Als wir dann wieder festen Boden unter unseren Füßen hatten, durften wir Schüler in Kleingruppen die Stadt auf eigene Faust erkunden. Wir besichtigten unter anderem den Dogenpalast, die Markuskirche und manche von uns fuhren sogar mit einer Gondel durch die Kanäle Venedigs. Doch wir erhielten auch einen kleinen Auftrag von unseren Lehrern, den wir in Venedig erledigen sollten: Ein Selfie-Wettbewerb, bei dem jede Kleingruppe Fotos zu verschiedenen Themen machen sollte. Wer gewonnen hat bleibt noch abzuwarten…

Man kann also sagen, dass unsere Stufenfahrt eine äußerst spaßige Angelegenheit war, die uns alle nochmal stark zusammengeschweißt hat und uns allen in sehr guter Erinnerung bleiben wird.

[Nico Niebuhr, Q2]

Q2 Studienfahrt nach Edinburgh – Von Röcken, Burgen, Lochs und Schafen

„Was wollt ihr in Schottland? Schafe anschauen und durch den Regen stapfen?“ Vor unserer Studienfahrt nach Edinburgh durften wir uns diese und ähnliche Fragen oft anhören. Stellt sich raus, dass in diesem wunderschönen Land mehr großartige Sehenswürdigkeiten und weniger Regen vorhanden sind als ursprünglich angenommen.

Sobald wir die Küste Newcastles erreicht hatten, wurden wir nach den qualmenden Industriegebieten und grauen Autobahnen in Deutschland von den endlosen, grün blühenden Berglandschaften neben den Weiten des Meeres in Schottland begrüßt. Ein ständiger Wegbegleiter waren die Schafe, die während der gesamten Fahrt links und rechts von der Straße auf den Wiesen zu sehen waren. In Edinburgh angekommen erhielten wir ohne langes Warten eine nicht zu knappe Rundfahrt durch die Stadt in der wir so manches über die weit zurück reichende Vergangenheit und auch heute noch bestehende, unkonventionelle Traditionen erfuhren. Ein Beispiel dafür wäre die Kanone, die täglich um 13 Uhr abgefeuert wurde.

Als sich uns auf den zahlreichen Aussichtspunkten das wunderschöne, mittelalterliche Stadtbild präsentierte freuten wir uns darauf die Stadt in unserer Freizeit zu erkunden. Die Innenstadt, beziehungsweise Oldtown, besteht aus der so genannten Royal Mile, von der aus sich etliche Straßen und winzige Gassen zu einem Ort ergeben, an dem einen an jeder Ecke etwas Neues erwartet. Von den berühmten schottischen Pubs und Whisky-Shops bis hin zu versteckten Keller-Restaurants und Dudelsack spielenden Straßenmusikern im Schottenrock war alles dabei.

Den Montag begannen wir damit das Edinburgh Castle auf eigene Faust zu erkunden und auch dort viel Interessantes über die Kultur und Geschichte Schottlands zu lernen. Im Anschluss bekamen wir eine außergewöhnliche Tour durch die Scotch Whisky Experience, bei der uns der komplette Herstellungsprozess des berühmten Scottish Whiskys von einem Geist erklärt wurde, während wir in einem sich bewegenden Fass saßen. Wir bekamen Einblicke in die Kunst der Whisky Destillation und wie sich die verschiedenen Regionen Schottlands in Geschmack und Machart unterscheiden.

Auch der Besuch im Scottish Parliament war die Zeit wert, da wir dieses ebenfalls frei erkunden durften und viele architektonische Besonderheiten bestaunen konnten. Als Krönung des Tages bestiegen wir den Arthur’s Seat. Hierbei handelt es sich um einen Berg mitten in der Stadt, welcher uns nach einer rutschigen und abenteuerlichen Wanderung mit einem unglaublichen Panorama über die Stadt belohnte. Angesichts des sich in der Ferne anbahnenden Hurricanes entschieden wir uns jedoch recht zügig den Rückweg anzutreten, wobei nicht wenige Hosen und Hände dem schlammigen Boden zum Opfer fielen. Erschöpft, aber zufrieden hatten wir nun, wie an allen anderen Tagen, die Möglichkeit unseren wohl verdienten Feierabend in Edinburgh selbstständig zu gestalten.

Auch am nächsten Tag blieben wir von einer Wanderung durch die wunderschöne Natur des Landes nicht verschont. Heute blieben wir jedoch nicht in Edinburgh, sondern erkundeten ein paar weitere Orte. Den Anfang machte das National Wallace Monument, welches nicht nur selbst schön anzusehen war, sondern ebenfalls einen beeindruckenden Ausblick auf nahe und auch entfernte Umgebung lieferte. Nach einer kurzen Fahrt begannen wir eine Odyssee um das Loch Lomond, bei der es nicht nur über Stock und Stein, sondern auch über Stromschnellen, Schlammgruben und improvisierte Holzbrücken ging. Nach einer so ausgiebigen Erkundung der schottischen Natur darf eine klassische Shopping Tour natürlich nicht ausbleiben. Hier bietet sich natürlich Glasgow an, welches uns mit seiner modern gestalteten Innenstadt viele Möglichkeiten lieferte unser Geld loszuwerden.

Mittwochs stand eine Museumstour an. Erschöpft vom Vortag und mit mäßiger Vorfreude auf eine zweistündige Besichtigung alter, verstaubter Bilder und Statuen betraten wir das National Museum of Scotland. Unsere Bedenken lösten sich jedoch in Luft auf, als sich uns vier Etagen mit spannenden und tatsächlich interessanten Ausstellungsstücken präsentierten, die jegliche Interessen abdeckten und keine Wünsche offen ließen. Es boten sich viele Möglichkeiten moderne, sowie historische technische Erfindungen, längst ausgestorbene Tierarten und weit entfernte Kulturen durch interaktive Objekte und spielerisch gestaltete Stationen am eigenen Leibe zu erfahren. Durch ein Selfie-Bingo wurden wir weiter dazu motiviert uns alles anzuschauen und kreative Möglichkeiten zu finden das beste Foto zu schießen.

Am Nachmittag stand ein Rundgang durch Royal Yacht Britannia an, ein riesiges Schiff, welches von der Queen und der Royal Family genutzt wurde.

Trotz des umfangreichen Programms verging die Woche in Schottland wie im Flug und der Tag der Abreise war angebrochen. Das hieß jedoch nicht, dass wir die verbleibende Zeit nicht dazu nutzen konnten um noch eine Sehenswürdigkeit Großbritanniens zu erkunden. Den Abschluss machte eine Führung durch das Stadion von Newcastle United, bei der wir exklusive Einblicke hinter die Kulissen des Fußballstadions St. James’ Park erhielten. Selbst diejenigen, die sich nicht für Fußball interessieren konnten sich an interessante Fakten über die Abläufe, Gestaltungen und Traditionen des Stadions erfreuen.

 

Diese unglaubliche Woche fand nun ein zu schnelles Ende, bei einem gemeinsamen Mittagessen in der Stadionbar. Es war eine Woche voller Kultur, Abenteuer und vor allem viel Vergnügen, in der Schüler, sowie Lehrer zusammen ein wunderschönes Land genießen durften. Eine Woche, die wir so schnell nicht mehr vergessen werden.

[Chris da Silva Oliveira, Arian van Megen]

Fotos: N. Schmidt, D. Braun, P. Jesse

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