Kunst

Europatag am MCG

Angeleitet von Kunstlehrerin Lisa Kolhaas wurde ein interaktives Europa-Kunstwerk auf dem Schulhof entwickelt. Schülerinnen und Schüler gestalteten das interaktive Kunstwerk „Das MCG auf dem Weg nach Europa; das MCG in Europa!“: Sie malten eine große Europafahne auf den Schulhof, umrandet mit im Kunstunterricht produzierten Sternen europäischer Länder. Diese wurden von den Schülerinnen und Schülern in die Höhe gehalten, während Andere den MCG-Schriftzug in der Fahne bildeten. In einer großen Pause wurde das Projekt präsentiert, begleitet von einer Ansprache der Schulleiterin Emmy Tressel und der Europahymne.

Hintergrund der Aktion ist die europäische Ausrichtung des Gymnasiums. Das Marie-Curie-Gymnasium beabsichtigt, in näherer Zukunft Europaschule zu werden. “Das bedeutet, wir wollen für alle sichtbar ein Bekenntnis zum europäischen Gedanken, der Einheit in Vielfalt ablegen.

Unser Kunstprojekt am Europatag bietet eine großartige Gelegenheit, den europäischen Gedanken in unserer Schule nach außen zu tragen“, so Schulleiterin Emmy Tressel. Neben vielen europäischen Aktionen im Unterricht gibt es auch einige größere Veränderungen. So wird unter anderem das Austauschprogramm mit Schulen im europäischen Ausland erweitert, so dass ab dem nächsten Jahr zu den bestehenden Programmen nach Frankreich und Polen weitere Austauschprogramme mit Schulen in den Niederlanden, Spanien und Italien hinzukommen werden. Eine besondere Rolle spielt auch das erweiterte Fremdsprachenangebot der Schule. Der beliebte englisch-bilinguale Zweig der Schule, der einzige in Neuss, ist seit Jahren ein bedeutsamer Baustein im Schulprogramm des MCGs. [JES]

Fotos: Tim Pukies, Miklas Rudolf, Herr Jesse

Was ist denn mit den Pavillons passiert?!

Graffiti: bloße „Schmierereien“? Das ist ein Vorurteil. Denn in einem einwöchigen Workshop in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut hatten elf Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Jahrgangsstufen die Möglichkeit, Graffiti in einem neuen Licht kennen zu lernen. Zusammen mit den international renommierten Streetartists „KJ263“ und Kamil Kuzko erarbeiteten wir ein gemeinsames Projekt, um die Wände unserer Pavillons zu verschönern. Schon von Anfang an herrschte bei der Arbeit eine sehr angenehme und freundschaftliche Atmosphäre, welche den Austausch von Ideen ohne Hemmungen ermöglichte.

Der erste Tag begann damit, dass beide Künstler ihre Erfahrungen mit den Schülern teilten, woraufhin sie uns ihre Ideen und Skizzen vorstellten. Der Plan war es, Marie Curies Liebe zum Garten durch pflanzliche Motive darzustellen. Es gab nur ein Problem: die meisten Schüler hatten vorher nur wenig Erfahrungen mit Graffiti gemacht. Es dauerte nicht lange und es wurde eine provisorische Wand – eine Folie, die zwischen zwei Bäumen gespannt war – aufgebaut, an der wir uns dem neuen Material annähern konnten. Dabei offenbarten sich laut Kamil sogar einige „Naturtalente“. Da uns das Wetter jedoch einen Strich durch die Rechnung machte, mussten wir unsere kreative Arbeit für den Tag beenden.

Nach Empfehlung unserer Mentoren arbeiteten wir am folgenden Tag an sogenannten „Stencils“, um unsere Ideen später einfacher umsetzen zu können. Als diese fertig gestellt waren, machten wir uns – bewaffnet mit Sprühdosen und Schutzkleidung inklusive Atemmaske – an die Arbeit. Jedem Schüler stand dafür ein eigener Kreis zur Verfügung. Zwar waren uns Kamil und „KJ“ technisch überlegen, doch an Kreativität mangelte es der Schülergruppe nicht. Es entstanden individuelle und bunte Kunstwerke, die von den Profis vernetzt wurden.

In den folgenden Tagen wurden Einzelheiten ausgebessert und Kamil und „KJ“ stellten das Projekt dann fertig. Am Donnerstag erschien sogar die Presse, um unsere Arbeit zu bestaunen. Innerhalb dieser Woche haben wir nicht nur eine neue Kunstform kennen gelernt, sondern auch untereinander neue Freundschaften geknüpft. Wir Schüler gingen aus diesem Projekt mit Stolz und neu gewonnener Kreativität heraus und hoffen, dass wir in Zukunft erneut so tolle Möglichkeiten zur Verfügung gestellt bekommen. [Jule Lingmann & Anika Mensch]

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