Europa Projekt

Projektkurs Geschichte bei Ausstellungseröffnung im Stadtarchiv

Auf Einladung des Archivleiters Herrn Dr. Metzdorf besuchten Vertreter des Projektkurses Geschichte (2017/18)  gemeinsam mit Frau Tressel und Frau Dötsch am vergangenen Sonntag das Stadtarchiv Neuss. Dort nahmen sie an der Eröffnung der Ausstellung über die belgische Besatzungszeit in Neuss (1918-1926) teil. Zu Beginn würdigte der Vorsitzende des Kulturausschusses, Michael Ziege, die geleistete Forschungsarbeit des Stadtarchivs an einem bisher eher stiefmütterlich behandelten historischen Themenbereich. In diesem Zusammenhang wies er auch auf die daraus entstandene Kooperation mit dem Stadtarchiv Leuven hin und berichtete von den berührenden Gedenkfeierlichkeiten in Belgien, an denen er am 11. November 2018 habe teilhaben können. Darüber hinaus betonte Ziege, dass der Projektkurs des MCGs durch seine Mitarbeit an dem Kooperationsprojekt („Besatzung in Krieg und Frieden“) einen wichtigen Beitrag zur Vergangenheitsbewältigung geleistet habe.

Bereits im Jahr 2014 hatten sich ein Projektkurs des MCGs mit seinen Ergebnissen an einer Ausstellung im Stadtarchiv Neuss beteiligt („Gottvertrauen und Gehorsam“). Im weiteren Verlauf der Eröffnungsfeierlichkeiten ergriff die Leiterin des Stadtarchivs Leuven, Marika Ceunen, das Wort. Abschließend erfolgte eine Einführung in die Entstehungsgeschichte und Konzeption der Ausstellung durch den Archivleiter Herrn Dr. Metzdorf.

Die Ausstellung im Stadtarchiv Neuss und die in diesem Rahmen eingebundenen Ergebnisse des Projektkurses Geschichte können bis zum 31. März 2019 besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. [DÖT]

http://www.stadtarchiv-neuss.de/nachrichten-detail/154.html

Einweihung des Friedensglockenspiels in Leuven

Die Feierlichkeiten waren eingebettet in eine der zahlreichen Gedenkveranstaltungen zum Ersten Weltkrieg, der an diesem Tag genau vor 100 Jahren ein Ende fand.Während des vergangenen Schuljahres setzten sich die Schülerinnen und Schüler des Projektkurses Geschichte in enger Zusammenarbeit mit dem Neusser Stadtarchiv mit der belgisch-deutschen Geschichte zwischen 1914 und 1926 auseinander. Diese historische Forschungsarbeit war Teil eines Kooperationsprojektes mit Schülern des Sint-Pieterscolleges in Leuven.

Auf Initiative des Projektkurses hatte sich schließlich auch das Marie-Curie-Gymnasium an dem Fundraising-Projekt um das Leuvener Friedensglockenspiel beteiligt.

Eine offizielle Delegation aus 80 Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Neuss, die sich für das Projekt „Friedensglockenspiel“ engagiert hatten, nahm an den Feierlichkeiten teil.Bereits am frühen Morgen fand eine bewegende Zeremonie auf dem Martelarenplein statt: Die Bürgermeister der Städte Leuven und Neuss legten gemeinsam am hiesigen Kriegerdenkmal einen Kranz nieder. Um 11 Uhr läuteten schließlich alle Glocken Belgiens.

Beim offiziellen Festakt in der Klosterkirche der Parkabtei ergriffen neben den Bürgermeistern der beiden Städte, Herrn Louis Tobback und Herrn Reiner Breuer auch die Stadtarchivare Marika Ceunen und Dr. Jens Metzdorf neben der Beigeordneten Frau Dr. Christiane Zangs das Wort. Die Ansprachen konnten live über zahlreiche Monitore und Lautsprecher in einem großen Festzelt auf dem Abteigelände verfolgt werden. Zudem wurde über die Genese des Friedensglockenspiels sowie über dessen Wiederherstellung informiert. Luk Rombouts, der Carillonist der Universität zu Leuven, wurde die Ehre zu teil, mit einem eigens für die Einweihung komponierten Lied das Glockenspiel offiziell einzuweihen.

Bereits beim ersten Besuch des Projektkurses in Leuven hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit gehabt, diesen außergewöhnlichen Musiker kennenzulernen und mit ihm gemeinsam über den Dächern der Stadt zu musizieren. An dem für den Nachmittag angesetzten Glockenspielfest nahmen neben städtischen Vertretern viele junge Familien aus Leuven und Umgebung. Für die Gäste aus Neuss bot sich zudem die Gelegenheit eine Ausstellung über Leuven während der ersten Jahre nach dem „Großen Krieg“ zu besuchen. Einen weiteren Höhepunkt stellte zweifelsohne das gemeinsame Konzert der Kammerchöre Capella Quirina und Musa Horti unter Begleitung des Neusser Kammerorchesters in der Sint-Pieterskerk (Sankt Peterskirche) dar. Diese Kirche war während des großen Brandes von 1914 ebenfalls zerstört worden, mitsamt des nun rekonstruierten Glockenspiels.
Myrvete Mustafi (Q2) zeigte sich beeindruckt von der Organisation der Feierlichkeiten und war gerührt von der belgischen Gastfreundschaft, die dem Projektkurs Geschichte bereits im Januar 2018 entgegen gebracht worden war. Gleichzeitig zeigte sie sich ernüchtert darüber, dass so wenige junge Menschen den Feierlichkeiten einem solch wichtigen Tag beiwohnten. Das Gedenken an den Ersten Weltkrieg mit all seinem Schrecken müsse weiterleben und weitergelebt werden – vor allem von der jungen Generation, so Mustafi.

Unser großer Dank gilt der Stadt Neuss und Herrn Bürgermeister Breuer für die Einladung zu den Feierlichkeiten. [DÖT]

 

 

 

Polenaustausch: Europa hautnah

Am Freitag, 1. Juni 2018 war es endlich so weit: unsere Austauschpartner – nein falsch – unsere Freunde (!) aus Warschau landeten am Nachmittag gegen 14:00 Uhr in Düsseldorf. Wir haben uns sehr aufeinander gefreut und waren sehr gespannt, wie die kommende Woche verlaufen würde.

Programm:

Freitag: Stadtrallye in deutsch-polnischen Gruppen und danach gemütliches Beisammensein im Garten der Familie Hellrung:

Samstag: Ausflug nach Düsseldorf mit Rundgang im Medienhafen und Besichtigung der Altstadt und des Landtages mit anschließender Freizeit in deutsch-polnischen Gruppen.

Sonntag: Familientag zur individuellen Gestaltung

Montag: Fahrt zum Wassersportzentrum Neuss Sandhofsee

Start des Projektes: Olympiade „Gemeinsam für Europa“. Am Nachmittag: Einteilung in die deutsch-polnischen Gruppen und Gestaltung von Flaggen. Dann anschließend Stand-Up-Paddling und am Abend gemütliches Beisammensein.

Dienstag: Durchführung der Olympiade in den Gruppen und am frühen Abend gemeinsames Grillen mit unseren Eltern.

Mittwoch: Ausklang des Projektes und Quiz zum Grundgedanken von Olympia mit anschließender Siegerehrung. Dann am Nachmittag gemeinsames Aufräumen und Rückkehr in die Gastfamilien. Der Abend stand den Familien zur freien Verfügung.

Donnerstag: Ausflug nach Münster – Stadtspiel „Knackt den Münster-Code“ mit anschließender kleiner Stadterkundung in der ganzen Gruppe. Danach Freizeit in den deutsch-polnischen Gruppen.

Freitag: Teilnahme am Unterricht bis zur dritten Stunde. Am frühen Nachmittag Treffen am Flughafen und Verabschiedung.

Wir hatten in dieser Woche recht viel Programm, aber mit vielen schönen und spaßigen Momenten. Am Anfang war die Stimmung etwas gedrückt, da das Wetter in den ersten zwei Tagen nicht so mitspielte und wir uns sehr lange nicht mehr gesehen hatten.

Aber spätestens am Sandhofsee wurde die Stimmung schnell viel besser, da das Wetter schön wurde und die Programmpunkte in der Gruppe sehr viel Spaß machten. Außerdem war es immer wieder interessant, wie wir in den Gruppen versuchten zu kommunizieren um miteinander arbeiten zu können. Da wir an einem See waren, haben wir eine Menge mit Wasser gemacht, z. B. Schwimmen, Kanu fahren und noch vieles mehr. Zudem brachte uns das Projektthema den Grundgedanken von Olympia näher. Besonders die Abende waren sehr schön für uns, da wir gemeinsam Musik hörten oder am Lagerfeuer saßen. In unserer Freizeit unternahmen wir viel gemeinsam mit unseren Freunden.

Auch der Ausflug nach Münster war sehr spannend, da wir einige kleine Probleme zu lösen hatten, welche wir aber gut lösen konnten. Die Rückfahrt war zudem auch sehr spannend, da der Bahnverkehr eine Störung hatte und wir mit großer Verspätung einfach in Meerbusch ausgesetzt wurden. Wir kamen erst sehr spät nach Hause. Am nächsten Morgen gingen wir gemeinsam mit unseren Austauschpartnern für die ersten drei Stunden in den Unterricht. Das war auch sehr spaßig. Dabei soll angeblich ein polnischer Gastschüler eingeschlafen sein. Das lag sicher nur an den Anstrengungen der letzten Tage :) Der Abschied rückte immer näher und dann war er leider da. Er war sehr emotional und bewegend für uns alle. Der Austausch war sehr schön und wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Toll, dass dank Lehrer- und Elternengagement so etwas in der oft stressigen Schulzeit möglich ist!!!

[Justus und Johanna Kahlki]

Postkarten zum Europatag

Am Europatag erhielten einige Schülerinnen und Schüler des MCG die Möglichkeit, eine der neugestalteten MCG-Postkarten an ihre aktuellen oder potentiellen Austauschpartner in unseren europäischen Nachbarländern zu schicken.

Dabei ging es einmal darum, schöne Grüße an diesem besonderen Tag auszurichten, aber auch darum, sich gemeinsame Erlebnisse in Erinnerung zu rufen oder das nächste Zusammentreffen zu planen, so zum Beispiel geschehen bei den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9, die im Herbst 2017 in Łaze (bei Warschau) waren und jetzt dem Gegenbesuch der Polen Anfang Juni entgegenfiebern.Neben dieser bewährten Schulpartnerschaft mit unseren Freuden in Polen wird es ab dem nächsten Schuljahr weitere Austauschprogramme mit Schulen in den Niederlanden (Raayland College Venray (Jahrgangsstufe 8)), in Spanien (I.E.S. Padre Suárez de Granada (Jahrgangsstufe EF)) und in Italien (Liceo Teresa Ciceri in Como (Jahrgangsstufe Q1)) geben. Deshalb wurde am Europatag die Chance genutzt, dass die Schülerinnen und Schüler des MCG sich, unsere Schule und auch die Stadt Neuss ihren zukünftigen Austauschpartnern vorstellen konnten.

Die Postkarten wurden auf Englisch verfasst, da dies die offizielle Sprache der Austauschprogramme sein wird, außer beim Austausch mit Italien, denn die Italiener verfügen über gute Deutschkenntnisse und möchten diese gerne erweitern. Da die Schülerinnen und Schüler aber auch ein großes Interesse an den Landessprachen haben, wurden die Begrüßung und auch die Verabschiedung in der jeweiligen Sprache verfasst, schließlich wird man diese Vokabeln beim nächsten Treffen gut gebrauchen können. Denn trotz des großen Vorteils, dass mittlerweile alle jungen Europäer Englisch sprechen, ist es schön, auch den direkten Draht zu seinen Gesprächspartnern zu wählen und das geht am besten in der jeweiligen Landessprache, schließlich identifiziert Europa sich mit der Vielfalt seiner Einwohner, auch in sprachlicher Hinsicht.

Mit dem Verschicken der Postkarten gehen nun viele Hoffnungen und Wünsche auf Reisen – zum einen, dass man bald vielleicht eine Antwort erhält, zum anderen, dass man im besten Falle neue Freunde findet, die man demnächst besuchen kann.

Das MCG beginnt seinen Weg nach Europa und freut sich auf alle Nachbarn, die wir bald bei uns in Neuss begrüßen dürfen. [DWO]

Europatag am MCG

Angeleitet von Kunstlehrerin Lisa Kolhaas wurde ein interaktives Europa-Kunstwerk auf dem Schulhof entwickelt. Schülerinnen und Schüler gestalteten das interaktive Kunstwerk „Das MCG auf dem Weg nach Europa; das MCG in Europa!“: Sie malten eine große Europafahne auf den Schulhof, umrandet mit im Kunstunterricht produzierten Sternen europäischer Länder. Diese wurden von den Schülerinnen und Schülern in die Höhe gehalten, während Andere den MCG-Schriftzug in der Fahne bildeten. In einer großen Pause wurde das Projekt präsentiert, begleitet von einer Ansprache der Schulleiterin Emmy Tressel und der Europahymne.

Hintergrund der Aktion ist die europäische Ausrichtung des Gymnasiums. Das Marie-Curie-Gymnasium beabsichtigt, in näherer Zukunft Europaschule zu werden. “Das bedeutet, wir wollen für alle sichtbar ein Bekenntnis zum europäischen Gedanken, der Einheit in Vielfalt ablegen.

Unser Kunstprojekt am Europatag bietet eine großartige Gelegenheit, den europäischen Gedanken in unserer Schule nach außen zu tragen“, so Schulleiterin Emmy Tressel. Neben vielen europäischen Aktionen im Unterricht gibt es auch einige größere Veränderungen. So wird unter anderem das Austauschprogramm mit Schulen im europäischen Ausland erweitert, so dass ab dem nächsten Jahr zu den bestehenden Programmen nach Frankreich und Polen weitere Austauschprogramme mit Schulen in den Niederlanden, Spanien und Italien hinzukommen werden. Eine besondere Rolle spielt auch das erweiterte Fremdsprachenangebot der Schule. Der beliebte englisch-bilinguale Zweig der Schule, der einzige in Neuss, ist seit Jahren ein bedeutsamer Baustein im Schulprogramm des MCGs. [JES]

Fotos: Tim Pukies, Miklas Rudolf, Herr Jesse

„Europa macht Schule“ am MCG: Festivals in Spanien

Am 01. Februar 2018 bestand für die Klasse 9d erstmals die Möglichkeit, einen ausführlichen Einblick in die spanische Kultur zu erlangen. Denn in Kooperation mit „Europa macht Schule e.V. Köln“ wurde eine Erasmusstudentin (Teilnehmerin eines europaweiten Austauschprogramms für Studenten), Frau Carlota Martínez, ans Marie-Curie-Gymnasium eingeladen, um mit uns Schülerinnen und Schülern gemeinsam ein Projekt auf die Beine zu stellen. Frau Martínez wurde in Zaragoza (Spanien) geboren und studiert zurzeit im Rahmen ihres Erasmusstudiums an der Universität zu Köln Journalismus. An jenem Donnerstag informierte sie uns über verschiedene Feste, die in ihrer Heimat gefeiert werden. Um dies zu ermöglichen, wurde die gesamte Klasse vom regulären Unterricht der 2. – 6. Stunde befreit und beschäftigte sich mit den Festivals und Volksfesten Spaniens.

Nach einer kurzen Vorstellung von Carlota Martínez wurden uns anhand einer ausführlichen Power Point Präsentation zehn verschiedene traditionelle Feste der spanischen Kultur nahegebracht. Jedes der einzelnen Feste findet ausschließlich an einem Ort der Region statt. Die Präsentation veranschaulichte uns die vielfältigen Facetten der spanischen Kultur in ihren verschiedenen volkstümlichen Traditionen. Nicht wenige der Veranstaltungen, die uns vorgestellt wurden, erwiesen sich als spannend und herausfordernd. Von den weltweit bekannten Stierkämpfen, die übrigens in Teilen Spaniens schon verboten sind, wurden uns Ausschnitte des San Juan Festes (Johannistag) gezeigt. An dem Stierfreitag werden die berühmten Stierkämpfe in einer Arena ausgetragen.

Ein ähnliches Festival findet in Pamplona zum San Fermín statt. Bei jenem Stierlauf werden sechs Kampfbullen durch die engen Gassen Pamplonas getrieben und viele junge Männer rennen als Mutprobe vor den Stieren her. Diejenigen, die eingeholt werden, können sich mit Glück an den Rand flüchten und hoffen, dass die Stiere sie übersehen. Bei diesem nervenaufreibenden Spektakel kommt es leider immer wieder auch zu Verletzungen.

Weit verbreitet sind darüber hinaus Essensschlachten, bei denen Menschen mit Gemüse beworfen werden. Ein besonders erwähnenswertes Beispiel dafür ist die Tomatenschlacht in Buñol. Sie hat es mit über 40.000 Teilnehmern sogar in das Guinness-Buch der Rekorde geschafft.

Insgesamt hat man den Eindruck bekommen, dass die Spanier ein lautes und herausforderndes Spektakel mögen. Kein Fest lief ohne eine Vielzahl an Böllern und Raketen ab. Bei diesen Fiestas spielt das kulinarische Befinden aber auch eine wichtige Rolle, weshalb überall regionale Köstlichkeiten und Weine angeboten werden.

Nach der Präsentation wurden in Partnerarbeit Plakate zu den einzelnen Festen erstellt, um sich nochmals näher mit ihnen auseinanderzusetzen und um ihre Entstehung zu verstehen. Nach einer Fragenrunde an Frau Martínez war die spanische Studentin darauf gespannt, auch etwas über deutsche Festlichkeiten zu erfahren, woraufhin wir ihr vom rheinischen Karneval und den Neusser Schützenfest berichteten. Der Projekttag endete mit einer kleinen Einführung in die spanische Sprache. Dabei demonstrierten die Mitglieder der Spanisch-AG ihr bisher erlerntes Wissen.

Insgesamt stellte der Tag für uns eine neue Erfahrung und eine bereichernde Abwechslung dar. Auf kurzweilige Weise konnten wir unser Wissen über Spanien erweitern. Darüber hinaus hat der Vortrag dazu beigetragen, bei den bald anstehenden Wahlen für die EF die Entscheidung zu treffen, ob das Fach Spanisch vielleicht für einen selbst infrage kommt.

Dieser Tag ist ein weiterer Schritt für das MCG den europäischen Gedanken im Schulalltag und im Bewusstsein der MCG-Gemeinschaft zu verankern. Generell sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass bei einer Wiederholung der Veranstaltung der nächste 9. Jahrgang sicherlich ebenso wie wir profitieren würde.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des Projektvereins: https://www.europamachtschule.de/das-programm/standorte/koeln/

[Erik Haufs 9d]

Vom Fluch der Karibik über den Dächern Löwens

Läuft man durch die Straßen von Löwen, fühlt man sich zunächst durch die zahlreichen pittoresken Gebäude ins europäische Mittelalter zurückversetzt. Erst bei näherer Betrachtung kann man folgende Symbole an vielen Häusern entdecken.

Jene Steine erinnern an den verheerenden Brand von 1914 durch deutsche Soldaten, bei dem auch ein Neusser Landsturmbataillon eine unrühmliche Rolle gespielt hatte. (vgl. Artikel Vortrag zur Rolle des Neusser Landsturmes bei der Zerstörung der Stadt Löwen) Rund ein Neuntel aller Gebäude wurde dabei komplett zerstört, 209 Zivilisten erschossen und 650 weitere nach Deutschland deportiert. Auch die berühmte Universitätsbibliothek von Löwen wurde niedergebrannt. Ungefähr 300.000 Bücher, 800 mittelalterliche Inkunabeln sowie 1.000 Manuskripte und ein Teil des Universitätsarchivs fielen den Flammen zum Opfer.

Seit Beginn des laufenden Schuljahres widmen sich die Teilnehmer des Projektkurses Geschichte des Marie-Curie-Gymnasiums intensiv der belgisch-deutschen Geschichte zwischen 1914 und 1926, also auch jener Zeitspanne, in die die große Brandkatastrophe fällt. Diese historische Forschungsarbeit ist Teil eines Kooperationsprojektes mit Schülern des Sint-Pieterscolleges in Löwen. Während die MCG-Schüler die belgische Besatzungszeit in Neuss infolge des Versailler Vertrags erforschen, setzen sich die belgischen Schüler ihrerseits mit der deutschen Besatzung während des Ersten Weltkriegs auseinander. Im Fokus stehen dabei folgende Bereiche: Bildung, Nahrungsversorgung, Religion, Freizeit und Kulturangebote sowie Rechtssprechung.

Am 25. Januar 2018 folgte der Projektkurs Geschichte nun der Einladung der belgischen Kooperationspartner und reiste gemeinsam mit der Lehrerin Annika Dötsch sowie dem Leiter des Neusser Stadtarchivs, Dr. Jens Metzdorf, nach Löwen. Nach dem herzlichen Empfang seitens der Stadtarchivarin Marika Ceunen wurden die Besucher durch Koen Dobbelare, der auf belgischer Seite die Schüler bei ihrer Forschungsarbeit unterstützt, durch das Archiv geführt. Dabei konnten unter anderem deutsche Aushänge in Plakatform, Fotografien und Propagandapostkarten im Original begutachtet werden.

Gegen Mittag wurden die Kursteilnehmer dann im Sint-Pieterscollege erwartet. Nach einem kurzen Kennenlernen tauschten sich die Schüler über ihre jeweiligen Forschungsergebnisse aus. Die Teilnehmer des Projektkurses zeigten sich überrascht von der so genannten Flamenpolitik der deutschen Besatzer. Durch ausgewählte Maßnahmen (z.B. Privilegien) hätten die Deutschen versucht, die flämische Bevölkerung auf ihre Seite zu ziehen. Das kulturelle Leben sei in jener Zeit zum Erliegen gekommen, da Einrichtungen wie Bibliotheken, Schulen usw. von der Militärregierung beansprucht worden waren. In Kinos hätten nur deutsche Filme als Propagandamedium gezeigt werden dürfen. Aufgrund der katastrophalen Versorgungslage habe sich ein Teil der Löwener Bevölkerung gar von Tierfutter ernähren müssen. In gemischten Gruppen nahmen die Schüler schließlich an einem Quiz über die Löwener und Neusser Geschichte teil, das mitunter für viel Erheiterung sorgte und einen spielerischen Abschluss des Kennenlernens bildete. Anschließend wurden die Besucher aus Neuss von Rudi Thomassen, einem ehrenamtlichen Stadtführer, empfangen und durch den Großen Beginenhof (Groot Begijnhof, UNESCO-Weltkulturerbe) geführt. Die Schüler staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass heutzutage Studenten und Gastprofessoren in den schmucken Häusern wohnen. Der erlebnisreiche erste Tag klang dann mit belgischen Spezialitäten (Waffeln, Pommes frites) aus.

Am nächsten Morgen gab es ein Wiedersehen mit Rudi Thomassen, der weitere Anekdoten zur Löwener Geschichte bei einer Stadtführung für die Neusser bereithielt. Myrvete Mustafi, eine der Kursteilnehmerinnen, schwärmte: “Rudi erzählt die Hintergründe so anschaulich, als ob er selbst in jener Zeit gelebt hätte.” Berührend war auch der Besuch der Sint-Pieterskerk (Sankt Peterskirche), die ebenfalls während des großen Brandes von 1914 zerstört worden war, mitsamt des bekannten Glockenspiels, das ursprünglich aus der etwas außerhalb von Löwen gelegenen Parkabtei stammte. Dieses Glockenspiel wird nun als Friedensglockenspiel durch die Beteiligung beider Städte wiedererstehen. Auf Initiative des Projektkurses Geschichte hatte sich auch das Marie-Curie-Gymnasium an dem Fundraising-Projekt beteiligt. Am 11. November 2018, auf den Tag genau 100 Jahre nachdem Glocken in Belgien, Frankreich und den Niederlanden den Frieden verkündeten, soll es erstmals wieder erklingen. Einer der Hauptkoordinatoren auf belgischer Seite ist Luk Rombouts, der Carillonist der Universitätsbibliothek.

 

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Er nahm sich persönlich Zeit für eine Führung durch die Universitätsbibliothek samt Glockenturm, von dem man eine fantastische Sicht über die Stadt hat. Nach dem Ersten Weltkrieg sei das Gebäude fast vollständig mit amerikanischen Mitteln wieder errichtet worden. Viele Privatpersonen und Vereine sind als Spender auf Tafeln im Treppenhaus verewigt. Die große Glocke des dortigen Glockenspiels trage daher in Anlehnung an das US-amerikanische Original aus Philadelphia den Namen “Liberty Bell”.
Den Höhepunkt des Besuchs stellte zweifelsohne das “Privatkonzert” von Luk Rombouts dar. Auf diese Weise erhielten die Neusser einen ganz besonders lebendigen Eindruck der flandrischen Carillontradition. Auf Wunsch der Besucher spielte er den Titelsong der Filmreihe “Fluch der Karibik”, der schließlich über ganz Löwen ertönte. Anschließend wurde es mit John Lennons “Imagine” etwas besinnlicher. Till Lubrich, ein weiterer Kursteilnehmer, hatte nach einer kurzen Unterweisung dann noch die Möglichkeit gemeinsam mit Luk Rombouts zu spielen. Dafür erhielt der MCG-Schüler schließlich ein vom Carillonisten unterzeichnetes (nicht ganz ernst gemeintes) Diplom. Gerührt von der großen Gastfreundschaft der Belgier und mit zahlreichen unvergesslichen Erlebnissen im Gepäck traten die Besucher schließlich die Heimreise nach Neuss an.

Auf deutscher Seite gilt unser Dank vor allem dem Forum Archiv und Geschichte Neuss e. V. sowie dem Förderverein des Marie-Curie-Gymnasiums, die diese Forschungsreise großzügig unterstützt haben.

[DÖT]

 

 

Fotoquelle:  Homeros 29 from nl [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons
https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ALeuven_gedenksteen1914.JPG

Neuntklässler des MCG erörtern die Frage nach der Bedeutung Europas

Im Sommer 2017 durften die Neuntklässler der 9b eine besondere Schreibaufgabe bewältigen und sich mit der Frage auseinandersetzen, welche Bedeutung für sie persönlich Europa hat. Diese Frage galt es für das Projekt „Ich, du, wir sind Europa“ des Auswärtigen Amtes zu erörtern, dabei waren die Rahmenbedingungen sehr offen gehalten, so dass sich jeder in seinen Beiträgen selbstverwirklichen und seine persönlichen Erfahrungen, Erlebnisse, Ideen und Perspektiven einbringen konnte.

Wenn man bedenkt, dass in Zeiten des Brexits und einer neuaufkommenden EU-Skepsis in Osteuropa auch viele Erwachsene das Projekt Europa kritisch begleiten, dann war das keine allzu leichte Aufgabe. Umso wichtiger ist es daher, dass man einen unvoreingenommenen Blick auf dieses vielfältige gemeinsame Konstrukt wirft. Dies gelang unseren Schülerinnen und Schülern, die jede Menge kreative Ideen und eine erfrischend positive Sicht auf ihren Lebensalltag in einem vereinten Europa geworfen haben. Einige Schülerbeiträge wurden in dem E-Book des Auswärtigen Amtes veröffentlicht, sodass ihre engagierte Arbeit ausreichend Beachtung fand.

Wer sich für die geistreichen, spannenden und vor allem sehr persönlichen Ideen, Geschichten und Gedanken rund um Europa interessiert, der sollte unbedingt einen Blick in das E-Book werfen. (DWO)

http://www.aufbau-verlag.de/media/Upload/aufbau_digital/duichwirsindeuropa/9783841214386.pdf

Vortrag zur Rolle des Neusser Landsturmes bei der Zerstörung der Stadt Leuven

Die Aula des Marie-Curie-Gymnasiums war am 12.12. ein Ort spannender Neusser Stadtgeschichte. Der Leiter des Neusser Stadtarchivs, Dr. Jens Metzdorf, war in der gut besuchten Aula zu Gast, um über die Rolle eines Neusser Landsturmbataillons im Ersten Weltkrieg zu berichten, das maßgeblich an der Zerstörung der belgischen Stadt Leuven und den damit verbundenen Kriegsverbrechen beteiligt war. In den einleitenden Worten wies der Geschichtslehrer Michael Schmitt auf den Schwerpunkt des Schulprofils im Bereich der historischen Bildungsarbeit hin. Das Marie-Curie-Gymnasium erforsche seit vielen Jahren die Neusser Lokalgeschichte, neben dem Geschichtswettbewerb sei es auch durch Projektkurse und die Geschichtswerkstatt auf diesem Gebiet sehr aktiv. Auch verbinde es mit dem immer engagierten Stadtarchiv eine lange und erfolgreiche Partnerschaft, die sich in dem geschlossenen Kooperationsvertrag zwischen beiden zeige.

Anschließend erläuterte Herr Dr. Metzdorf die sehr interessante Geschichte der Mobilmachung in Neuss und welche Funktion der Neusser Landsturm hatte, der größtenteils aus älteren Reservisten bestand und der nur für Wachdienste hinter der Front konzipiert worden war. Mit der Besetzung Belgiens wurde ein Neusser Bataillon in die besetzte belgische Stadt Leuven verlegt und in der Nähe des Bahnhofs stationiert.
Die genauen Hintergründe für die dann folgende Zerstörung Leuvens sind bis heute in ihren Ursachen nicht ganz aufgeklärt. Warum fiel der erste Schuss? Gab es einen Angriff auf die deutschen Besatzer? Die wahrscheinlichsten Gründe, die letztlich zur großteiligen Zerstörung der Stadt durch die Deutschen führten, liegen, so Dr. Metzdorf, vermutlich in der großen Nervosität der Besatzer und vermutlich auch im Alkoholkonsum begründet. Die Zerstörung der Stadt, unter anderem auch der berühmten Leuvener Bibliothek, und schwere Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung waren die Folge. Die Umstände, Folgen und auch die lange fehlende Aufarbeitung dieser Vorkommnisse wurden in dem durch viel Bildmaterial gelungen unterstützten Vortrag anschaulich vermittelt. Besonders die zahlreich anwesenden Schülerinnen und Schüler waren bedrückt von der Sinnlosigkeit, durch die die belgischen Zivilisten ihr Leben verloren hatten.
Nach dem sehr spannenden Vortrag ergriff Myrvete Mustafi, eine Schülerin des aktuellen Projektkurses, der durch die Lehrerin Annika Dötsch betreut wird, das Wort und stellte die Arbeit des Kurses kurz vor. Dieser arbeite parallel mit Schülerinnen und Schülern in Leuven an einer Aufarbeitung der Vergangenheit. Während sich die Gruppe in Leuven der Besatzung durch die Deutschen in ihrer Stadt widme, erforsche die Gruppe des MCGs die Besatzung der Belgier in Neuss nach dem Ersten Weltkrieg. Mit bewegenden Worten bat die Schülerin die Anwesenden anschließend um eine kleine Spende für das deutsch-belgische Versöhnungsprojekt „Friedensglockenspiel in Leuven“, dessen Unterstützung am MCG große Resonanz fand. Bei diesem Projekt soll durch Spenden das Glockenspiel der Parkabtei in Leuven, das den Zerstörungen im Jahr 1914 zum Opfer fiel, neu hergestellt werden. Als symbolische Gegenleistung für die Spende hatten die Schülerinnen und Schüler kleine Geschenke für die Spender als Dankeschön gebastelt, die begeisterte Abnahme fanden.

[SCH]

Zeitzeugengespräch mit Vladimir Smolitzkin

Um uns die Geschichte eines weißrussischen Zeitzeugen, der den Holocaust überlebte, anzuhören, begaben wir Schülerinnen und Schüler des Geschichte LKs der Q2 uns am Mittwoch nach der Schule nach Düsseldorf Eller in das Zentrum plus, einen Treffpunkt für Senioren. Nachdem wir dort herzlich mit kleinen Snacks und einem musikalischen Einstieg empfangen wurden, stellte sich uns Vladimir Smolitzkin vor.

Herr Smolitzkin ist im Jahr 1927 im weißrussischen Propoisk, einem Dorf südöstlich von Minsk, geboren worden. Er musste miterleben, wie die gesamte Region von deutschen Soldaten besetzt und sämtliche Juden, einschließlich seiner eigenen Familie, ermordet wurden. Mithilfe von Übersetzerinnen schilderte Herr Smolitzkin uns sehr detailliert, was ihm während der Zeit des 2. Weltkrieges widerfahren ist und wie es ihm dabei ergangen ist.

Erschüttert von dem, was er erlebt hatte und ausgestoßen aufgrund seines jüdischen Glaubens, versuchte er irgendwie über die Runden zu kommen. Nachdem er zwei Jahre in der Ukraine im Untergrund gelebt hatte, gelang es ihm 1943 schließlich (mit damals gerademal 15 Jahren) zur Roten Armee überzulaufen. Die Aufnahme bei der Roten Armee empfand Herr Smolitzkin als eine Art Rettung. Er beschrieb diesen Moment als seine „zweite Geburt“ und sich selbst als einen „aufgenommenen Sohn“. Mit der Roten Armee rückte er über Rumänien und Ungarn bis nach Prag vor, wo er schließlich das Ende des Krieges erlebte.

Uns Schüler hat die Geschichte Herrn Smolitzkins sehr berührt. Durch die vielen persönlichen Eindrücke und genauen Beschreibungen wurden uns die grausamen Geschehnisse verbildlicht und sehr nahe gebracht. Besonders bemerkenswert und schwer vorstellbar war für uns die stetige Ungewissheit, in der Herr Smolitzkin und seine Mitmenschen lebten, denn bis zum Kriegsende wussten sie nie wirklich was gerade vor sich ging.

Für Herrn Smolitzkin, der immerhin schon über 90 Jahre alt ist und der seine Geschichte zum ersten Mal öffentlich bekannt gab, war es sicherlich schwierig, sich in jene schreckliche Zeit zurückzuversetzen. Angesichts dessen sind wir ihm sehr dankbar, dass er seine Erlebnisse mit uns teilte. Seine Bitte an uns aus der Vergangenheit zu lernen und alle Menschen so zu akzeptieren wie sie sind, damit sich Ereignisse wie diese niemals wiederholen und Deutschland wieder zu einem Land der Dichter und Denker aufblüht, werden wir uns definitiv zu Herzen nehmen.

[Anne Terhardt und Sina Will (Q2)]

Erfolgreiche Teilnahme am französischen Lesewettbewerb

Am 14.11.2017 war es wieder so weit: 5 Schüler des MCG stellten sich beim alljährlichen Französisch-Lesewettbewerb des Deutsch – Französischen Kulturkreises der Konkurrenz, die diesmal nicht nur aus Neuss sondern auch aus Grevenbroich und Hückelhoven angereist war. Unsere Schule wurde dabei von Emily Tschaikowsky (7a), Christian Stevens (8d), Carlotta Berlett (8c) sowie Khalil El Yaagoubi (9a) und Céline Pesch (EF) vertreten, die allesamt hervorragende Leistungen abrufen konnten. Eine besondere Gratulation geht an Emily Tschaikowsky, die in ihrer Altersstufe den 2. Platz belegte. Wir bedanken uns bei allen Schülern für ihr Engagement sowie für die Teilnahme und freuen uns schon auf das nächste Jahr! [GRP]

 

Unterstützung im Spanischunterricht

Mein Name ist Paula Robledo Sancha, ich bin 22 Jahre alt und komme aus Malaga (Andalusien) in Südspanien. Ich habe dieses Jahr meinen Bachelor in Übersetzen und Dolmetschen (Englisch, Französisch und Deutsch) an der Universität von Malaga absolviert und ich arbeite jetzt am Marie-Curie-Gymnasium als Fremdsprachenassistentin und unterstütze die Lehrer im Spanischunterricht.

Das Hauptmotiv, warum ich mich für dieses Programm beworben habe, ist meine Leidenschaft für Sprachen und Kulturen. Ich habe mich immer für Sprachen interessiert, deshalb habe ich an verschiedenen Schüleraustauschprogrammen mit englischen, französischen und amerikanischen Schülern teilgenommen. Ich möchte gerne meine Erfahrungen mit den Schülern teilen und die Begeisterung dafür, Sprachen zu lernen, auf sie übertragen. Außerdem ist es für mich eine Chance, das Leben und den Alltag in Deutschland besser kennen zu lernen. Ebenso wichtig ist es für mich, meine Sprachkenntnisse zu verbessern und Erfahrungen zu sammeln.

Ich habe bereits mehrere Unterrichtsstunden im Fach Spanisch auf verschiedenen Niveaustufen am MCG besucht und in den Klassen herrscht eine angenehme Lernatmosphäre. Ich finde es einfach und angenehm mit den Schülern zu arbeiten. Die Lehrer und Mitarbeiter vom MCG sind ebenfalls sehr freundlich und hilfsbereit. Ich bin sehr dankbar, dass mir diese großartige Gelegenheit angeboten wurde und ich hoffe, nicht nur den Schülern Spanisch beibringen zu können, sondern auch viel von ihnen zu lernen.

Was ist denn mit den Pavillons passiert?!

Graffiti: bloße „Schmierereien“? Das ist ein Vorurteil. Denn in einem einwöchigen Workshop in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut hatten elf Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Jahrgangsstufen die Möglichkeit, Graffiti in einem neuen Licht kennen zu lernen. Zusammen mit den international renommierten Streetartists „KJ263“ und Kamil Kuzko erarbeiteten wir ein gemeinsames Projekt, um die Wände unserer Pavillons zu verschönern. Schon von Anfang an herrschte bei der Arbeit eine sehr angenehme und freundschaftliche Atmosphäre, welche den Austausch von Ideen ohne Hemmungen ermöglichte.

Der erste Tag begann damit, dass beide Künstler ihre Erfahrungen mit den Schülern teilten, woraufhin sie uns ihre Ideen und Skizzen vorstellten. Der Plan war es, Marie Curies Liebe zum Garten durch pflanzliche Motive darzustellen. Es gab nur ein Problem: die meisten Schüler hatten vorher nur wenig Erfahrungen mit Graffiti gemacht. Es dauerte nicht lange und es wurde eine provisorische Wand – eine Folie, die zwischen zwei Bäumen gespannt war – aufgebaut, an der wir uns dem neuen Material annähern konnten. Dabei offenbarten sich laut Kamil sogar einige „Naturtalente“. Da uns das Wetter jedoch einen Strich durch die Rechnung machte, mussten wir unsere kreative Arbeit für den Tag beenden.

Nach Empfehlung unserer Mentoren arbeiteten wir am folgenden Tag an sogenannten „Stencils“, um unsere Ideen später einfacher umsetzen zu können. Als diese fertig gestellt waren, machten wir uns – bewaffnet mit Sprühdosen und Schutzkleidung inklusive Atemmaske – an die Arbeit. Jedem Schüler stand dafür ein eigener Kreis zur Verfügung. Zwar waren uns Kamil und „KJ“ technisch überlegen, doch an Kreativität mangelte es der Schülergruppe nicht. Es entstanden individuelle und bunte Kunstwerke, die von den Profis vernetzt wurden.

In den folgenden Tagen wurden Einzelheiten ausgebessert und Kamil und „KJ“ stellten das Projekt dann fertig. Am Donnerstag erschien sogar die Presse, um unsere Arbeit zu bestaunen. Innerhalb dieser Woche haben wir nicht nur eine neue Kunstform kennen gelernt, sondern auch untereinander neue Freundschaften geknüpft. Wir Schüler gingen aus diesem Projekt mit Stolz und neu gewonnener Kreativität heraus und hoffen, dass wir in Zukunft erneut so tolle Möglichkeiten zur Verfügung gestellt bekommen. [Jule Lingmann & Anika Mensch]

MARIE SKŁODOWSKA CURIE geht an die Wand – Wissenschaft und Street-Art

Das Polnische Institut Düsseldorf und das Marie-Curie-Gymnasium in Neuss führen ein deutsch-polnisches Graffitiprojekt zum Thema Forschung und Leben Marie Skłodowska Curies  in Kooperation mit dem Kulturforum Alte Post und der Bürgerstiftung Neuss vom 18. bis 22. September durch.
Anlass des Projekts ist der 150. Geburtstag von Marie Curie, der bedeutenden polnischen Physikerin und zweifachen Nobelpreisträgerin. Es handelt sich dabei um ein künstlerisches Projekt, das Marie Curie und ihre herausragenden Forschungen würdigt, zugleich bringt es den Schülern die Welt der Wissenschaft näher und macht sie verständlicher.
Zunächst findet ein zweitägiger Workshop mit 15-20 Schülern des Marie Curie Gymnasiums Neuss unter der Leitung des Künstlerduos Kamil Kuzko aus Krakau und Konstantin Zayka aus Neuss statt. Während des Workshops werden die Schüler einen künstlerischen Entwurf und sich danach orientierende Schablonen entwickeln, die später gemeinsam auf die Wände ihrer Schule übertragen werden. Zuletzt ziehen die Künstler selbst einen Schlussstrich. Dabei hoffen wir, dass die Schüler ihre eigenen, bildlichen Vorstellungen der wissenschaftlichen Persönlichkeit Curies kreativ ausgestalten werden und sich dadurch die Möglichkeit zu einer unterhaltsamen Auseinandersetzung sowohl mit der Forschung, als auch mit der Biografie der polnischen Nobelpreisträgerin ergibt.

Link zu Website des Künstlers Kamil Kuzko: kamilkuzko.com

Kamil Kuzko (geb. 1981 in Lublin) bildender Künstler und Kurator, der zu der polnischen, der Newyorker Streetart entsprungenen Graffitiszene gehört, beschäftigt sich mit Zeichnungen, Staffelei- und Wandmalerei, wohnt und arbeitet in Krakau, derzeit als Assistent in der Abteilung Malerei in der Krakauer Kunstakademie. Von 2002 bis 2008 studierte er an der Fakultät für Kunst an der Maria-Curie-Skłodowska-Universität in Lublin, 2012 promovierte in der Abteilung Malerei in der Krakauer Kunstakademie und seitdem ist er als Mitglied des Verbandes der Polnischen Bildenden Künstler in Krakau tätig. Seine Kunst war bereits in vier Einzel- und beinahe achtzig Gruppenausstellungen in Polen, Deutschland, England, Tschechien, Schweden, Frankreich, Belarus und in der Ukraine zu sehen.
Konstantin Zayka (geb. 1983 in Moskau) in Düsseldorf schaffender Graffiti-Künstler und freiberuflicher Grafikdesigner, Kunstförderpreisträger 2016 der Stadt Neuss, Dozent und Kurator in der Alten Post in Neuss, gestaltet für sie unter anderem diverse ausstellungsbegleitende Kunstkataloge. In Russland geboren und in Neuss aufgewachsen, schloss eine Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten ab und studierte Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Niederrhein. Seit Jahren in der deutschen und mittlerweile auch internationalen Graffitiszene tätig, popularisiert Streetart als eine ernstzunehmende Kunstform.

Datum: 18.09. – 22.09.2017
Ort: Marie Curie Gymnasium Neuss
Veranstalter: Polnisches Institut Düsseldorf, Marie Curie Gymnasium Neuss
Mitveranstalter: Kulturforum Alte Post Neuss, Bürgerstiftung Neuss
Künstler und Kurator: Kamil Kuzko und Konstantin Zayka

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