Deutsch

Die fünften Klassen zu Besuch bei der „Schneekönigin“

Worum geht es in dem Märchen von Hans Christian Andersen? Und vor allem: Wie fühlt sich ein richtiger Opernbesuch an?

Im Rahmen des Deutschunterrichts wurden diese Fragen geklärt, denn am 29.11.2018 besuchten die Kinder des fünften Jahrgangs mit ihren Klassen- bzw. Deutschlehrern die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf und sahen dort „Die Schneekönigin“. Zuvor war der Inhalt im Deutschunterricht erarbeitet worden, sodass es nicht so schwerfiel, der gesungenen Handlung, rund um die Trolle Kay und Gerda und natürlich die Schneekönigin, zu folgen. Nachdem zunächst das Opernhaus und der prächtige Theatersaal bestaunt worden waren, ging es los und wir ließen Livemusik, Gesang und Bühnenbild auf uns wirken. Hinterher wurden natürlich Eindrücke ausgetauscht.

Azra (5d) fand das Stück an sich fabelhaft und war froh darüber, dass sie die Geschichte im Deutschunterricht schon gelesen hatte und somit alles gut verstehen konnten. „Aber die zwei Trolle, die sich ins Publikum geschlichen haben, haben mir schon etwas Angst gemacht.“ Ganz anders empfand Abdullah (5a) den Besuch der zwei Trolle, denn sie waren zum Greifen nah, was für ihn sein persönliches Highlight war. Besondere Begeisterung galt zudem dem Kostüm der Finnin. „Sie war eine dicke Frau. Als sie sich mit dem Kostüm gezeigt hat, musste ich laut lachen, denn sie ist ja in Wirklichkeit gar nicht dick gewesen. Das war witzig“, ergänzte Nefeli (5c). „Ich fand es toll, dass es so viel zu sehen gab. Ich war überrascht, dass unten ein echtes Orchester saß“, äußerte sich Ben aus der 5d nach der Vorstellung. Und so war auch die 5b von der Musik hellauf begeistert.

Natürlich gab es aber auch kritische Anmerkungen, denn die Dauer von 90 Minuten, sowie die Konzentration auf das Gesamtgeschehen, waren recht anstrengend. „Ich fand, es war ein tolles Erlebnis, aber ab und zu ist es nicht einfach gewesen, dem Gesang und dem Text zu folgen“, erklärte Zeynep aus der 5c. Dies empfand auch Sena (5b) ähnlich: „Ich musste schon oft auf den Text gucken, damit ich es verstehen konnte.“ Milena aus der 5a merkte einen ganz anderen Aspekt im Nachhinein an: „Wir hatten wirklich tolle Plätze in der ersten Reihe, aber leider musste ich mich immer strecken, um alles sehen zu können.“

In jedem Fall war der Opernbesuch für unsere jüngsten Schüler ein besonderes Erlebnis, das sicher lange in Erinnerung bleiben wird.

[Gun, Slö]

MCG gewinnt Wettbewerb der Universität München

Im letzten April entschied sich eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus der EF spontan dazu, an einem Wettbewerb des Internationalen Forschungszentrums Camisso (IFC) der Ludwig Maximilians Universität München teilzunehmen. Der ausgeschriebene Wettbewerb (IFC-Ideenwettbewerbs 2018 „Gemeinsam in Deutschland leben”) befasste sich mit der Frage, wie wir in Zukunft im multikulturellen Deutschland zusammenleben wollen. Hierzu konnten kreative Ideen eingereicht werden. Die Schülerinnen und Schüler entschieden sich für eine Ansatz, der die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe in der Gruppe mit in das Konzept einband, nur vier Einsendungen aus ganz Deutschland wurden ausgewählt. Nach einer längeren und bangen Wartezeit kam schließlich die Antwort aus München: Das kreative Konzept unserer Gruppe wurde  ausgewählt! Zu gewinnen gab es einen mehrtägigen Schreibworkshop mit einem renommierten Schriftsteller, der an der Schule mit den Schülerinnen und Schülern an dem eingereichten Entwurf arbeitet und ihn für eine angestrebte Veröffentlichung ausarbeitet.

Am 28.09. konnten wir voller Vorfreude zum ersten Workshoptag den bekannten Schriftsteller Selim Özdogan am Marie-Curie-Gymnasium begrüßen. Nachdem sich alle Beteiligten mit Rollenspielen und leichten Schreibübungen näher kennengelernt hatten, stand am ersten Projekttag die Frage nach Wertesystemen und Verantwortung im Mittelpunkt. Am darauffolgenden Montag bildeten sich beim zweiten Treffen die Gruppen zum Schreiben der einzelnen Episoden. Das Projekt besteht aus ingesamt sechs Treffen, die ihren Abschluss im Dezember mit einer gemeinsamen Veröffentlichung und Aufführung finden sollen. Hierbei liegt den Schülerinnen und Schülern besonders am Herzen, dass das Grundkonzept, das die Chancen der Vielfalt betont, als Anliegen vermittelt wird. Für die Chancen der Vielfalt und die Kreativität, die diese freisetzt, ist die engagierte und gut gelaunte Gruppe das beste Beispiel. Vielen Dank an Herrn Özdogan für den tollen Workshop, alle sind gespannt auf die Ergebnisse!

[Sch]

Wolfenbüttel – Mehr als nur Bücher

Zu Beginn unserer Reise nach Wolfenbüttel war die Spannung und Neugier unter uns Schülern und Lehrern sehr groß. Außer des Themas „Berlin in den 20er Jahren“ für das Lessing-Journal wussten wir nicht, was uns erwarten würde. Doch begrüßt wurden wir von einer idyllischen, grünen Umgebung, in der sich auch die Präsenzbibliothek für das Journal befand. Das wissenschaftliche Arbeiten mit literarischen Quellen wurde uns am Montagmorgen in dem Seminarraum näher gebracht, sodass wir einen tadellosen Einstieg in unsere Beiträge für das Lessing-Journal genießen konnten. Nachdem sich alle Schüler ein Thema ausgesucht hatten, begann das selbstständige Stöbern in verschiedensten Büchern.

Am darauffolgenden Tag bekamen wir eine Führung durch die international bekannte Herzog August Bibliothek, welche nicht nur über zahlreiche Handschriften, sondern auch über weitere historische Bestände wie Globen, Landkarten und Ölgemälde verfügte. Eine unglaubliche Sammlung von ca. 15 Tsd. Büchern von Herzog August befand sich allein in dem großen Bibliothekssaal. Nach der Führung erhielten wir einen ausgiebigen Einblick in das Lessinghaus, das ehemalige Wohn-und Arbeitshaus Gotthold Ephraim Lessings. Nachdem wir dann unser Projekt über unterschiedliche Themen wie das Kabarett, die Frauenbewegung, Fotografie, Mode etc. erfolgreich abgeschlossen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Schloss Wolfenbüttel, wo uns eine amüsante Vorstellung eines Tanzmeisters aus der damaligen Zeit erwartete.
In unserer Freizeit erkundeten wir die schnuckelige Innenstadt von Wolfenbüttel und verbrachten gemeinsame Film-und Spielabende. Das Arbeitsklima und der Umgang miteinander waren stets angenehm. Auf gegenseitige Unterstützung und Hilfe konnte man sich jeder Zeit verlassen. Insgesamt hat uns allen der Aufenthalt große Freude bereitet und uns für die Zukunft schöne Erfahrungen geschenkt. [Myrvete Mustafi, Ceyda Keskin, Q1]

Vorgangs-Beschreibung einmal anders

Vorgangsbeschreibungen sind oft graue Theorie und stehen nicht gerade im Verdacht, eine spannende Textsorte zu sein. Umso mehr freute sich die Klasse 6c über die Möglichkeit, beim gemeinsamen Backen Theorie und Praxis miteinander verbinden zu können. Bewaffnet mit Schürzen und Rührschüsseln zogen sie in die Küche ihrer Deutschlehrerin, wo einige der Schüler Scones (kleine englische Brötchen) backten, während andere diesen Vorgang gleichzeitig akribisch protokollierten. Fragen wie “Wieviel Milch kam da nochmal rein?” oder “Wie lange müssen die eigentlich in den Backofen?” schwirrten durch den Raum. Da wurde gerührt und geknetet, geformt und gebacken, was das Zeug hielt.

Bereits nach einer Stunde konnten die fleißigen Schülerinnen und Schüler das Ergebnis verspeisen. Die Scones frisch aus dem Backofen und bestrichen mit Butter, Quark und Marmelade schmeckten den Kindern offensichtlich, da binnen weniger Minuten alles verputzt war. “Die Schüler haben toll gearbeitet”, lobte die Deutschlehrerin Frau Rißen. “Jetzt bin ich nur gespannt, ob die Vorgangsbeschreibung auch so gut gelingt!”

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