Chemie

Chemie die stimmt

“60 Schülerinnen und Schüler aus ganz Nordrhein-Westfalen haben sich am Mittwoch bei der Landesrunde der 19. Chemie-Olympiade „Chemie – die stimmt!“ in den chemischen Instituten bewiesen. Den ersten Platz belegte in der neunten Klasse Moritz Schöttler, in der zehnten Klasse Erik Haufs.“  So schreibt es die Münstersche Zeitung über die diesjährige 2. Runde von Chemie – die stimmt! in Münster.

Worum geht’s?

Chemie – die stimmt! (CDS) ist in der ersten Runde ein vergleichsweise leichter Wettbewerb für die Klassen 8, 9 und EF. Die erste Runde findet als Hausaufgabenrunde statt, d.h. für die Bearbeitung der Aufgaben hat man mehrere Monate Zeit. Korrigiert wird von einem betreuenden Fachlehrer, der das bewertete Dokument dann einschickt. Dort wird entschieden, ob man an der zweiten Runde teilnehmen darf.

Ich habe dieses Jahr erstmalig an Chemie die stimmt teilgenommen. In der ersten Runde – die ich über die Herbstferien bearbeiten konnte, habe ich erfolgreich teilgenommen und mich für die zweite Runde qualifiziert. Von über 500 Teilnehmern aus NRW wurden die besten 60 zu der zweiten Runde zugelassen. Anstatt eines Schultages habe ich in Münster eine dreistündige Klausur geschrieben. Das hört sich lang und anstrengend an, aber die meisten waren schon nach 1,5 Stunden fertig. Am Nachmittag erwartet die Teilnehmer eine interessante Veranstaltung mit sehenswerten Showversuchen. Im Anschluss findet die Siegerehrung teil und jeder, der sich für die zweite Runde qualifiziert hat, wird ausgezeichnet. Die besten 12 Teilnehmer (zu denen ich glücklicherweise zähle) dürfen im Juni an einer dreitägigen Regionalrunde teilnehmen, in der sowohl eine theoretische als auch praktische Leistung erbracht werden muss, um sich für die vierte und letzte Runde (Bundesrunde) zu qualifizieren.

Schön und gut – aber wieso dieser Artikel?

Wir sind ein naturwissenschaftliches Gymnasium. Wir bieten eine Doppelqualifikation zum Chemisch-Technischen Assistenten an. Unsere Schüler haben hervorragende Voraussetzungen. Es gab einen einzigen Teilnehmer vom MCG an der ersten Runde. Ich finde es persönlich sehr schade, dass sich nicht mehr Schüler des MCG beim Wettbewerb engagiert haben. Da wir das Potential haben, mehrere Teilnehmer erfolgreich in die nächsten Runde(n) zu bringen, möchte ich an die jetzigen 7ern, 8ern und 9ern appellieren, nächstes Jahr an CDS teilzunehmen!

Warum soll ich teilnehmen?

Als erstes: Die Urkunde. Bei jeder Art von naturwissenschaftlichem Studiengang oder Berufsorientierung kann es hilfreich sein, eine solche Urkunde als zusätzliches Engagement und Leistungsnachweis zur Bewerbung vorzuzeigen.

Außerdem werden ab der zweiten Runde attraktive Sachpreise, u.a. chemische Lehrbücher im Wert bis zu 100€, an die Preisträger vergeben. Selbst wer sich sagt, er/sie habe keine Chance auf einen Preis (das dachte ich übrigens auch), so kann die Teilnahme dennoch gut für die Schule sein. Pro 5 teilnehmenden Schülern erhält die Schule ein Los und damit die Chance auf ein hochtechnologisches Laborgerät, das von Jahr zu Jahr variiert.

So gut bin ich doch nicht in Chemie…

CDS hat nicht so viel mit schulischer Chemie zu tun. In der ersten Runde ist lediglich etwas Motivation gefragt, um entsprechend der Aufgabenstellung zu recherchieren. Wenn man sich auf die zweite Runde mit ein paar ehemaligen Aufgaben auf der Website von CDS auseinandersetzt, hat man auch gute Chancen in der zweiten Runde.

Ich würde mich im nächsten Jahr über zahlreiche Teilnahmer freuen!

[Erik Haufs] [KIR]

 

Weitere Informationen

https://www.chemie-die-stimmt.de/

https://www.muensterschezeitung.de/Lokales/Staedte/Muenster/3709920-Chemie-Olympiade-in-Muenster-Die-60-Besten-starten-in-der-Regionalrunde

Jetzt wird’s professionell – ALTANA Gruppe spendet Photometer

Seit ca. einem halben Jahr laufen Gespräche und Planungen für eine Kooperation zwischen der ALTANA AG bzw. dem Tochterunternehmen ACTEGA Rhenania und dem MCG.

„Mit dem Photometer können wir bei unseren Messungen im Schulunterricht in ganz neue Welten vorstoßen“, sagt unsere Chemielehrerin Dr. Sabine Harnisch begeistert. „Das ist, als wenn man mit einem Ferrari übers Feld fährt anstatt mit einem völlig unzureichenden Trecker.“ Nur wenige Tage vor Weihnachten war das Photometer bei uns in Neuss angekommen – und gleich zu Beginn des neuen Jahres hat die Chemielehrerin und Projektleiterin MINT, den Unterrichtsfächern aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, im Schullabor begonnen, sich mit dem Gerät vertraut zu machen. Der ALTANA Geschäftsbereich BYK hat das Photometer gespendet und Molecular Devices GmbH die zum Betreiben notwendige Software sowie die Workshops zur Einarbeitung. Ohne die Unterstützung der beiden Firmen wäre der Einsatz des professionellen Laborgeräts illusorisch gewesen, beläuft sich der Neupreis dieses Photometers doch auf 45.000 €. Die notwendige Software würde 3.000 € kosten.

Der Dank der Schule geht v.a. an den Vorstandvorsitzenden der ALTANA AG, Herrn Martin Babilas, der der initiierenden Kooperationsanfrage des MCG sehr positive entgegengetreten ist; des Weiteren an Frau Dr. Tina Radespiel [Head of Biotechnology, Research & Development der BYK-Chemie GmbH aus dem ALTANA-Konzern] und Frau Dr. Maike Wirth [Regional Sales Manager Bioresearch Germany & Austria] von Molecular Devices, den Verantwortlichen für den Sponsoring-Prozess beider Firmen.

Wertvolle Einblick in die chemische Analytik

Das Instrument wird den Schülern im Fach Chemie, aber auch Biologie dabei helfen, zum Beispiel die Konzentration verschiedenster Stoffe in kürzester Zeit zu messen. Sie erhalten sehr wertvolle Einblicke in moderne chemische Analytik und damit einen besseren Zugang zu wissenschaftlichen Arbeitsmethoden. Jetzt können die Schüler zudem sehr viel schneller die Konzentration zum Beispiel von Farbstoffen bestimmen. „Mit dem bisherigen Gerät brauchten wir für unsere Experimente mehr als einen Tag, bis die Untersuchungsergebnisse vorlagen. Jetzt schaffen wir dies in wenigen Minuten“, berichtet Dr. Sabine Harnisch.

„Dieses Photometer unterstützt uns dabei, die Kluft zwischen der Schule und der Fachwelt ein Stück weit zu verringern“, sagt Andreas Königs, Leiter des Ausbildungsgangs Doppelqualifikation Chemie. An unserem „MINT-freundlichen“ Gymnasium gibt es seit mehr als 40 Jahren auch die Doppelqualifikation Chemie, also die Berufsausbildung zum Chemisch-Technischen Assistenten parallel zum regulären Unterricht, den die Schüler in der Oberstufe durchlaufen.

„Dieser Ausbildungszweig an einem Gymnasium ist einzigartig in NRW“, betont Schulleiterin Emmy Tressel. Jedes Jahr nutzen etwa 45 Schüler diese Chance. Derzeit wird deshalb auch der naturwissenschaftliche Trakt mit dem großen Ausbildungslabor komplett erneuert. Hier investiert die Stadt Neuss als Schulträger eine hohe Summe und geht damit in vollem Umfang auf die besonderen Erfordernisse im Rahmen der Doppelqualifikation Chemie ein.

Beginn einer gemeinsamen Förderung der MINT-Bildung

Das Photometer war zuvor bei BYK-Chemie in Wesel im Labor eingesetzt worden. „Sieben Jahre haben wir es für Messungen im Bereich Biotechnologie genutzt. Es entspricht aber nicht mehr unseren Anforderungen und wurde bereits durch ein neues Photometer ersetzt. Daher freuen wir uns besonders, dass das Gerät einen neuen Einsatzort bekommt und den Schülern bei ihrer Ausbildung hilft“, sagt Dr. Tina Radespiel, Leiterin Biotechnologie, Forschung & Entwicklung von BYK-Chemie.

„Für dieses Riesen-Sponsoring sind wir wirklich sehr dankbar“, sagt die Schulleiterin Emmy Tressel, „solch ein Gerät haben Schulen normalerweise nicht. Es ist schön zu sehen, dass die Industrie uns in unseren Bemühungen unterstützt, die MINT-Bildung am Marie-Curie-Gymnasium weiter zu stärken. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, und dies nicht nur für die großzügige Spende, sondern auch für die sehr gute Zusammenarbeit!“

Die Spende ist der Beginn einer künftigen Kooperation von ALTANA und dem Gymnasium. „Wir haben bereits konkrete Projekte wie eine ‚Kleine-Forscher-AG‘ der Stufe 6 bei ACTEGA Rhenania oder Betriebspraktika für die Teilnehmer der Doppelqualifikation Chemie ins Auge gefasst“, erläutert Ralf Pommerening, stellvertretender Leiter der Schule. ALTANA und das Gymnasium verbindet die gemeinsame Zielsetzung, die MINT-Bildung zu unterstützen. Schulleiterin Emmy Tressel: „Dafür bietet sich das Marie-Curie-Gymnasium mit seinem einzigartigen Ausbildungsgang bestens an.“

[POM und ALTANA Unternehmenskommunikation]

Besuch bei 3M in Neuss

Am 30. Januar 2018 hatte die DQ* der EF und Q1 unserer Schule, zusammen mit unseren Lehrern Frau Kiraly und Herrn Königs, die Gelegenheit einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des Industrie-Riesen 3M zu gewinnen. Die Führung begann mit einem Informationsvideo, welches uns naheführte wie breitgefächert und innovativ die Erfindungen der Firma wirklich sind. Auch erfuhren wir wofür der Name 3M steht: Minnesota Mining and Manufacturing.

Bekannt ist 3M besonders für ihre Schleifpapiere und Schleifscheiben, die die meisten von uns bestimmt auch zu Hause haben. Was uns jedoch neu war, war, dass 3M der wahre Erfinder des sogenannten des durchsichtigen Klebeband ist. Henry Ford hatte die Gründer 3Ms seiner Zeit um ein Produkt gebeten, dass ihm die Möglichkeit bot seine Wagen gleichzeitig mehrfarbig zu lackieren ohne, dass sich die Farben mischten. Und so entstand das Scotch-Klebeband. Auch ist 3M ein Revolutionär was die Weiterentwicklung von Schaumstoffen angeht. So wurden den Schülern und Lehrern spezielle Papiere gegeben, welche von zwei Schaumstoffquadraten verklebt waren. Der normale Schaumstoff war schnell von allen Schülern und Lehrern zerrissen, den 3M-Schaumstoff konnte jedoch niemand trennen. Dies lag daran, dass die 3M-Erfinder einen besonderen Schaumstoff entwickelt hatten, welcher außergewöhnlichen Belastungen standhält. Doch da endet die Reichweite der 3M-Kreationen noch lange nicht. Ganz vorne mit dabei ist die Firma auch in der Medizintechnik, da sie besondere Stethoskope und Computer entwickeln, die den Arbeitsalltag der Ärzte überall auf der Welt erleichtert. Besonders interessant war jedoch, dass 3M selbst in der Produktion von militärischer Ausrüstung mit von der Partie ist.

Es war sehr beindruckend die Brandbreite der Produktioneb eines so mächtigen Konzerns kennenzulernen und zu erfahren, wie 3M unser alle tägliches Leben ein Stück weit beeinflusst. Wir beendeten unsere Führung mit einem Gruppenfoto und fuhren, viel neues Wissen erworben, glücklich nach Hause.

[Tamima Lalee (Q1) und Timo Themann (EF)]

*DQ = Doppelqualifikation: Ausbildung zur Chemisch-Technischen Assistentin / zum Chemisch-Technischen Assistenten

Exkursion in den Chem-Park Dormagen

Auch wenn der Chemieunterricht an sich schon zu den abwechslungsreichsten und interessantesten Fächern gehört, ist es auch hier immer wieder schön, die gewohnte Routine beiseite zu lassen, um die Dinge aus einem anderen Blickwinkel beobachten zu können. So war unser Chemie LK auch sehr gespannt als es hieß, dass wir eine Besichtigung der Firma Covestro im Chem-Park Dormagen erleben dürften. Dort angekommen machten wir zunächst in dem uns zur Verfügung gestellten Bus eine Rundfahrt durch den Chem-Park, dessen Betrieb, wie uns erklärt wurde, von zahlreichen Chemieunternehmen geleistet wird. Diese teilen sich innerhalb des Parks die Infrastruktur der Rohrsysteme und Straßen, können sich sogar gegenseitig beliefern und erzeugen damit große Synergien, die unter dem Strich die Effizienz der einzelnen Betriebe enorm steigern.

Nach der Rundfahrt wurden wir in einem Konferenzraum der Firma Covestro von dem Betriebsleiter Herr Westernacher und einem Team von Mitarbeitern empfangen. Sie hatten einen Vortrag vorbereitet und gaben sich viel Mühe uns ihr Unternehmen sowie die Berufsbilder in der chemischen Industrie näher zu bringen und so möglicherweise in uns die Lust zu erwecken, in Zukunft einen solchen Beruf zu ergreifen. Nachdem wir auch die Produktpalette der Covestro Kunststoffe durchgegangen waren und unser Wissen aus dem Unterricht auf die Probe stellen konnten, wurden wir mit Schutzkleidung (Sicherheitsschuhe, Schutzbrille, Gehörschutz, Helm, Gasmaske) ausgestattet und vom Betriebsleiter persönlich durch die komplette Anlage geführt, wo durch Nitrierung und Hydrierung ein Vorprodukt zur Herstellung von Weichschäumen herstellt wird.

Die Anlage war wohl für einige von uns das Beeindruckendste, das sie seit langem gesehen hatten. Wir wurden durch die haushohen Stahlkonstruktionen geführt, vorbei an Pumpen und Rohren, die die Chemikalien durch die ganze Anlage transportierten. Stünde diese Anlage in einer Stadt, würde sie sich über mehrere Häuserblocks erstrecken. So wurde uns wieder einmal anschaulich der Kontrast unserer kleinen Synthesen im Labor zur Produktion im industriellen Maßstab aufgezeigt. Nach dem ausführlichen Rundgang wurden wir zurück in das Hauptgebäude geführt, in dem wir zum Abschluss noch einen Blick in die Kontrollzentrale werfen konnten, bevor wir uns sammelten, herzlich für den Aufwand der Präsentation bedankten und verabschiedeten. [Anton Badort, Q2]

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