Naturwissenschaft-AG

Die Naturwissenschafts-AG – abgekürzt NW-AG – richtet sich an alle naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler in den Jahrgangsstufen 7 bis 9.

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Was Widerstandskämpfer und Wunderheiler mit der Naturwissensschafts-AG zu tun haben…

Die Naturwissenschafts-AG gibt es seit 2010 am MCG und richtet sich an naturwissenschaftliche interessierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufen 7 bis 9. Jeden Donnerstag treffen sie sich und experimentieren zu den unterschiedlichsten Themen.

Aber auch Exkursionen im Jostenbusch stehen auf dem Programm, um dort z.B. die Flora und Fauna zu erkunden oder es wird fleißig mikroskopiert (von Parasiten, bis zu Blütenpollen und tierischen Gewebe), Seifen hergestellt oder Boden- & Wasserproben näher untersucht.

Außerdem gibt es immer wieder die Möglichkeiten, an verschiedenen Wettbewerben teilzunehmen. So hat Jenni-Marie Lesser aus der 7a erfolgreich am Wettbewerb „Internationale Junior Science Olympiade“ (2017) teilgenommen. Die Versuche hat sie zusammen mit den anderen Teilnehmern u.a. in der Naturwissenschafts-AG erfolgreich und mit viel Engagement durchgeführt: u.a. wurden aus einfachen Haushaltszutaten (Stärke, Gummibärchen) eigene Klebstoffe hergestellt und auf ihre Eigenschaften getestet.

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Die letzten Wochen drehte sich alles um das Thema „Färben und Farbstoffe“. Es wurde u.a. selbst der blaue Jeans-Farbstoff Indigo hergestellt und damit mit der sog. „Küpenfärbung“ gefärbt. Aber auch das sog. „Beizen“ wurde erprobt, d.h. der Farbstoff – hier am Beispiel Alizarin – ändert je nach zugesetzter Salzlösung (Eisen-, Zinn-, Aluminiumsalz) seine Farbe: so wurden lila, rote, pinke und braune Farben erzeugt. Aber das Thema Farbstoffe bietet noch viel mehr:

Zum Beispiel hört man oftmals von sog. „Wunderheilern“, die vor Augen des Publikums ihre Patienten aufschneiden und danach wie durch Zauberhand die Wunde wieder verheilen lassen. Der geübte Chemiker kennt natürlich den Trick dahinter: die Haut wird zuvor mit einer leicht gelblichen Eisenchlorid-Lösung eingerieben und das Messer mit einer durchsichtigen Kaliumthiocyanat-Lösung benetzt. Kommen beide Lösungen in Kontakt miteinander, bildet sich ein blutroter Farbstoff, der auch als Kunstblut eingesetzt wird. Die Schüler und Schülerinnen der NW-AG haben dies eindrucksvoll und mit viel Freude nachgeahmt – natürlich wurden die blutigen Aufnahmen der verletzten Hände und Arme eindrucksvoll mit Fotos in Szene gesetzt.

Aber die Chemie kann auch für positive Sachen eingesetzt werden. So hat die Widerstandskämpferin Anne Beyer zur Verbreitung ihrer anti-nationalsozialistischer Aufrufe während des NS-Zeit folgende Technik angewandt: In einem speziell angefertigten Koffer war der Kofferboden mit Schwämmen so präpariert, dass die Parole „Nieder mit Hitler“ auf den Straßenasphalt gedruckt wurde. Sie ging abends über den Eisernen Steg in Frankfurt und stellte den Koffer immer wieder ab – das Besondere an der Tinte war, dass sie erst bei Sonnenlicht am nächsten Tag sichtbar wurde. Auch hier steckt wieder einfache Chemie dahinter: eine Mischung auf Eisenchlorid, Oxalsäure und roten Blutlaugensalz, die selbst leicht gelblich ist, reagiert unter Lichteinfluss in einer Redoxreaktion zu einem tiefdunklem blauen Farbstoff („Berliner Blau“). Auch diesen Versuch haben die Schüler erfolgreich nach gemacht.

Man sieht: Chemie steckt letztendlich überall drin und macht nebenbei auch noch eine Menge Spaß.

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Allgemeine Ziele:

  • Betreuung und Hilfestellung bei der Teilnahme an verschiedenen Experimental-Wettbewerben
  • Austausch zwischen Schülern oder innerhalb von Gruppen beim Bearbeiten der Aufgaben
  • Intensives Erlernen naturwissenschaftlicher Denk- und Arbeitsweisen
  • Individuelle Förderung naturwissenschaftlich begabter und interessierter Schüler

Organisation

Die AG findet einmal in der Woche für 2 Schulstunden (1,5 Zeitstunden) im Nachmittagsbereich statt. Der genaue Termin wird am Anfang des Schuljahres bekannt gegeben und interessierte Schüler können jederzeit im Schuljahr teilnehmen. Eine dauerhafte und erfolgreiche Teilnahme wird selbstverständlich auf dem Zeugnis vermerkt.

Schwerpunkt Wettbewerbe

Einen Schwerpunkt der AG bietet die freiwillige Teilnahme an verschiedenen Experimental-Wettbewerben, wie beispielsweise „Chemie entdecken“ (zweimal jährlich im Frühjahr und im Herbst), „bio-logisch“ (Frühjahr) oder die „Junior Science Olympiade“ (Frühjahr) sowie verschiedene aktuelle und regionale Wettbewerbe. Junge „Forscher“ können so gefördert werden, indem sie sich sowohl praktisch als auch theoretisch vertieft mit verschiedenen Naturphänomenen auseinander setzen und das fachwissenschaftliche Arbeiten kennenlernen.

Die Schüler experimentieren in kleinen Teams demnach zu verschiedensten spannenden Alltagsphänomen aus dem Bereich Chemie, Biologie & Physik , z.B.die Besonderheiten von Super-Absorbern in Pampers, die Eigenschaften von Kaugummi, über die Inhaltsstoffe von Eiern etc.

Wer es schafft, eine schriftliche Ausarbeitung zu den jeweiligen Experimenten zu erstellen, kann offiziell an den Wettbewerben teilnehmen sowie Urkunden und Sachpreise gewinnen.

In der wettbewerbsfreien Zeit widmen sich die Schülerinnen und Schüler anderer spannenden Themen der Naturwissenschaften. Beispielsweise wurde durch mehrere Exkursionen die Flora und Fauna des Jostenbusch genauer erkundet, eigene Boden- und Wasserproben chemisch genauer untersucht sowie in einem längeren Projekt der Schulgarten in der Annostraße neu gestaltet.

Die AGs werden zur Zeit von Fr. Kiraly und/oder Fr. Doetsch angeboten.

 

[S.Kiraly]

 

 

 

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