Schüler helfen Schülern

Konzept Schülertutorium am Marie-Curie-Gymnasium – „Schüler helfen Schülern“

 Zielsetzung und Chancen

Individuelle Förderung ist eines der Kernanliegen der Schulpolitik in NRW. Konzepte zu Schülertutorien mit der Zielsetzung „Schüler helfen Schülern“ sind ein vom Schulministerium ausgewiesenes und anerkanntes Unterstützungssystem in diesem Bereich. Bei einigen Schülerinnen und Schülern zeigen sich bereits nach den ersten Unterrichtswochen fachliche Defizite, die sie alleine nicht beheben können. Zudem äußern einige Lernende das Gefühl, im Unterricht den Anschluss zu verlieren oder in manchen Fächern überfordert zu sein.

Um diesen Tendenzen entgegenzuwirken und der Forderung nach individueller Förderung nachzukommen, bietet das Marie-Curie-Gymnasium Schülertutorien als einen Baustein der individuellen Förderung an. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern mit Schwächen in den Hauptfächern (Deutsch, Mathe, Englisch, Latein und Französisch) in vertrauter Lernumgebung eine qualifizierte Unterstützung beim Lernen und Aufarbeiten bestehender Defizite zu geben. Dabei werden sie durch Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase sowie der Qualifikationsphase betreut.

Innerhalb des Schülertutoriums besteht die Chance, dass Fragen in einer bewertungsfreien Lernsituation ohne Sorgen vor einer schlechten Beurteilung gestellt und geklärt werden. Zudem können Tutorinnen und Tutoren auf fachliche Probleme ihrer Mitschülerinnen und -schüler mit wesentlich mehr Zeit pro Schüler reagieren und Sachzusammenhänge in Schülersprache verständlich erläutern.

Organisation

Vorlauf

  • Vorschlagen einzelner Schülerinnen und Schüler für Tutorien in den jeweiligen Fächern durch die in den Jahrgangsstufen 5 und 6 unterrichtenden Hauptfachlehrer
  • Bewerbung geeigneter Oberstufen-Schülerinnen und -Schüler als Tutoren
  • schriftliche Benachrichtigung der Eltern mit dem „Anmeldebogen Tutorenprogramm“
  • Entscheidung über die Teilnahme und schriftliche Bestätigung durch die Eltern
  • Zuweisen der Tutoren und kleinen Schülergruppen durch verantwortliche Lehrkräfte (vier Lernende aus möglichst einer Klasse pro Tutorgruppe)
  • Informationsaustausch zwischen den verantwortlichen Lehrkräften und den Tutoren zum Ablauf und zur Organisation der Tutorien

Ablauf Tutorium

  • Bekannt machen der Tutoren mit ihrer Lerngruppe
  • Durchführen von wöchentlichen Tutorien in den Hauptfächern in ausgewiesenen Räumen
  • Überprüfen der Anwesenheit durch die Tutoren
  • Rücksprache über den Verlauf der Tutorien zwischen Tutoren, verantwortlichen Lehrkräften sowie den unterrichtenden Fachlehrern

Qualitätssicherung

Um die Qualität der Tutorien zu gewährleisten, benennen die in der Oberstufe unterrichtenden Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler, die sie sowohl für fachlich als auch sozial kompetent sowie zuverlässig erachten. Erst dann haben die Lernenden die Möglichkeit, ein Tutorium zu leiten. Zudem ist das Betreuungsverhältnis möglichst so gewählt, sodass sich die Tutoren intensiv um die Defizite der einzelnen Schülerinnen und Schüler kümmern können. Des Weiteren werden die Tutorien nach Fächern getrennt, um den Fokus auf die gezielte Arbeit im jeweiligen Fach zu legen. Die Tutoren arbeiten nach Möglichkeit mit den unterrichtenden Fachlehrerinnen und -lehrern zusammen, indem sie Inhalte absprechen, Lernmaterialien austauschen und sich gegenseitig eine Rückmeldung über den jeweiligen Lernfortschritt geben.

Ertrag

Von dem Schülertutorium am Marie-Curie-Gymnasium profitieren viele am Schulleben beteiligte Personen: die Lernenden der unteren Jahrgangsstufen, Eltern, Tutoren sowie Lehrende. Letztere werden in ihrem Bemühen um einen zufriedenstellenden Lernerfolg und individuelle Förderung entlastet.

Die jüngeren Schülerinnen und Schüler können bestehende Defizite in den Hauptfächern abbauen, fachliche Probleme offen ansprechen und Hilfestellungen erhalten. Es wird in vertrauter Atmosphäre mit Mitschülerinnen und -schülern in einer bewertungsfreien Lernumgebung gearbeitet. Gleichwohl werden sie durch das Engagement der älteren Schülerinnen und Schüler, die als Vorbilder fungieren, zum eigenständigen und motivierten Lernen ermutigt. Jüngere können vom Wissen und den Erfahrungen der Älteren profitieren. Es entwickeln sich bestenfalls Lernpatenschaften, die in den höheren Jahrgangsstufen bestehen bleiben.

Für die Tutoren und Tutorinnen ergeben sich durch das „Schüler helfen Schülern“-Prinzip Vorteile, da sie ganz nebenbei ihr Basiswissen im jeweiligen Fach auffrischen und wiederholen. Sie werden in Bezug auf ihre Persönlichkeitsentwicklung in den verschiedensten sozialen Bereichen gefordert und können sich so durch ihre Tätigkeit als Tutor weiterentwickeln. Die Anforderungen beinhalten sozial angemessenen Umgang mit jüngeren Mitschülern, Vermittlung und Organisation von Lerninhalten, Umgang mit Konflikten, Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und vieles mehr. Ferner wird die Identifikation mit der eigenen Schule gestärkt. Das Engagement wird jährlich auf dem Zeugnis und durch das Aushändigen eines Zertifikats auch im Hinblick auf die außerschulische Zukunft bescheinigt.

 

 

 

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