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Zeitzeugin am MCG

Man konnte eine Stecknadel in der Aula des Marie-Curie-Gymnasiums fallen hören, so still war es. Rachel Klüger (83) berichtete von ihrem Leben und alle Anwesenden lauschten gebannt ihren Worten. Das große Interesse an ihr zeigte sich nicht nur an der großen Zahl der Zuhörerinnen und Zuhörer, die auch viele Lehrer und externe Besucher umfasste, sondern auch daran, dass alle anwesenden Schülerinnen und Schüler bereits Schulschluss hatten und sich dennoch an diesem sonnigen Nachmittag in der Aula einfanden. Organisiert und moderiert wurde das Gespräch durch den Projektkurs Geschichte der Jahrgangsstufe Q1, der auch den Kontakt hergestellt hatte. Nach netten einleitenden Worten durch die Schülerinnen Katharina und Laura übernahm Frau Klüger mit resoluter Art humorvoll direkt das Zepter: „Ich denke, das geht ohne Mikrofon, ich bin ehemalige Lehrerin!“

Rachel Klüger selbst fand in ihrer Einleitung dann aber ganz bescheidene Worte für ihre Motivation, vor den Schülerinnen und Schülern zu sprechen. Sie wolle einfach über ihr Leben berichten. Die pensionierte Biologielehrerin des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Düsseldorf hat eine bewegte Geschichte hinter sich, wie in der Folge schnell deutlich wurde.

Als Kind jüdischer Eltern wuchs sie als Teil der deutschsprachigen Minderheit im Gebiet des heutigen Rumänien auf. Schon früh sah sie sich mit dem nach Osten expandierenden Nationalsozialismus konfrontiert. Als der Zweite Weltkrieg auch in Rumänien Einzug hielt, mussten sich die Menschen jüdischen Glaubens auf dem Dorfplatz versammeln und wurden in geschlossenen Güterwaggons viele Tage lang mit unbekanntem Ziel und unter unmenschlichen Bedingungen transportiert. „Hier habe ich zum ersten Mal tote Menschen gesehen. Manche haben das einfach nicht geschafft, auch junge Leute. Es war schrecklich.“ Später mussten die Überlebenden dann einen Fluss überqueren, in der Mitte des Flusses wurden die Boote einfach von SS-Mannschaften umgekippt. „Wir haben nur überlebt, weil mein Vater ein so guter Schwimmer war und meine Mutter und mich retten konnte.“ Man merkte Rachel Klüger durch die sorgfältige Wahl ihrer Worte an, dass sie den Schülerinnen und Schülern allzu grausame Details dieser unmenschlichen Jahre ersparen wollte.

Die Zeit nach dem Krieg schilderte sie als Zeit, in der verdeckter und offener Antisemitismus ihr und ihrer Familie in vielen Facetten begegnete. So schilderte sie einen Vorfall in der Schule ihrer Tochter: Ein Neonazi beleidigte diese immer wieder wegen ihres Glaubens. Die Lehrer erschienen hilflos. Der Rat der Mutter: „Ich habe meiner Tochter gesagt, dass sie sich mit Worten wehren muss. Das muss sie lernen.“ Zu dieser resoluten Einstellung passt auch, dass Frau Klüger nun mit 83 Jahren noch nach Israel auswandern wird. Dort leben ihre Töchter, die sie gerne in ihrer Nähe hätten.

Anschließend stellten die Schülerinnen und Schüler noch viele Fragen, lange nicht alle konnten berücksichtigt werden. So wurde beispielsweise gefragt, ob Frau Klüger nicht ihre Erinnerungen in einem Buch aufschreiben wolle. Ihre Antwort darauf war, dass sie zwar kein Buch schreiben wolle, aber aktuell gerade eine filmische Dokumentation über sie und das Schicksal der Juden in dieser Region gedreht werde. Diese werde Teil der Sammlung der Gedenkstätte Yad Vashem. Auch zur Gegenwart gab sie den Schülerinnen und Schüler noch Ratschläge mit, als diese sie zu ihrer Meinung zur AfD fragten: „Eine Demokratie kann und muss auch extremere Meinungen aushalten. Das ist nämlich das Wesen der Demokratie und ihre größte Stärke.“

Das Gespräch im Marie-Curie-Gymnasium war ihr letzter Gang in eine deutsche Schule, einen Monat vor der endgültigen Ausreise nach Israel. Daher bedankte sich der Projektkurs Geschichte auch besonders herzlich bei Frau Klüger für dieses Gespräch und überreichte ihr zum Abschied Blumen.  Auch der Bürgermeister Reiner Breuer ließ Grüße übermitteln, konnte allerdings trotz Interesse terminlich verhindert nicht anwesend sein. Die Schülerinnen und Schüler verließen die Aula nachdenklich und beeindruckt. Vielen Dank an Frau Klüger dafür, dass sie sich noch einmal Zeit genommen hat und alles Gute in Israel!

[SCH]

Kunstwerk des Monats Juni 2019

Das Kunstwerk des Monats Juni wurde von Lennart Krimmer aus der Jahrgangsstufe Q2 zum Thema “ATLAS nach Gerhard Richter mit Malerei” erstellt.

Bei dem deutschen Maler Gerhard Richter ist der ATLAS eine Sammlung von Zeitungsausschnitten/Fotos/Skizzen/Collage die ihm als Fundus für seine malerische Tätigkeit dienen. Also eine Art Privatarchiv.

Die Schülerinnen und Schüler haben, wie der Künstler Gerhard Richter, einen persönlichen ATLAS angelegt und sich am Ende aus ihrem eigenen ATLAS ein Motiv ausgesucht, welches im Format 100 x 130 malerisch umgesetzt wurde. Hierbei konnte der Bildausschnitt auch verändert werden.

Hier finden Sie die Kunstwerke der letzten Monate.

 

Das MCG auf dem Weg nach Europa

Brüssel ist nicht nur der Sitz des Europaparlaments, die belgische Hauptstadt steht für Europa und somit sinnbildlich für den europäischen Gedanken. Grund genug für das MCG Kollegium den Sitz des Europaparlaments zu besuchen, sind doch auch wir auf dem Weg nach Europa.

Zunächst besuchten wir bei bestem Wetter die pittoreske Altstadt Brüssels, um uns nach der Busfahrt mit einigen kulinarischen Highlights Belgiens zu stärken. Der erste Programmpunkt sah einen Besuch des Europaparlaments vor. Nach einem sowohl kurzweiligen als auch informativen Vortrag wurden wir von einem engagierten Mitarbeiter in den Plenarsaal des Parlaments geführt, wo der Besuch bei einem abschließenden Gespräch über die Arbeitsweise und Besonderheiten des Parlaments sowie aktuelle Fragen der Europapolitik endete.

Im Anschluss besuchten wir das Haus der europäischen Geschichte. Ausgerüstet mit Tablets und Kopfhören konnte man sich auf eine spannende Zeitreise durch markante Punkte der europäischen Geschichte multimedial aufbereitet begeben.

So ging ein ereignisreicher, informativer und vor allem inspirierender Tag zu Ende, an dem das Lehrerkollegium dem europäischen Gedanken einen weiteren Schritt nähergekommen ist.

[HEZ]

COME STAI IN COMO? – Italienaustausch 2018 am MCG

Erstmalig am MCG fand in diesem Jahr ein Schüleraustausch mit einer italienischen Schule für die Stufe Q1 statt. Unsere neue italienische Partnerschule „Liceo Teresa Ciceri” liegt in Como, einer  Stadt in der Lombardei, nicht weit von der Grenze zur Schweiz. Der Austausch in Italien erfolgte im Herbst 2018. 14 Schülerinnen und Schüler reisten mit den beiden verantwortlichen Lehrern für eine Woche nach Norditalien.

Am 4. Oktober 2018 ging es morgens früh mit dem Zug los. Mit Umstieg in der Schweiz, kamen wir dann nach einer langen, aber entspannten Fahrt am frühen Abend an und wurden von unseren italienischen Partnerschülern und ihrer Deutschlehrerin begrüßt. Dann fuhren wir mit unseren Austauschschülern nach Hause und lernten sie und ihre Familien kennen.

Der erste Tag begann in der Schule: zunächst wurden wir vom Rektor begrüßt, anschließend zeigten die italienischen Austauschschüler Präsentationen über Como – und das auf Deutsch! Denn am „Ciceri“ ist Deutsch an der Schule eine zweite Fremdsprache, die dort unterrichtet wird.

Während unseres Austausches wurden uns in der Schule bei einem Projekt das italienische Schulsystem vorgestellt und wir konnten es mit unserem Schulsystem vergleichen. Wir setzten uns in bunt gemischten Kleingruppen zusammen, erzählten über unser MCG, das Schuljahr und unseren Unterricht. Die Italiener betonten dabei, dass die Schule bei ihnen ziemlich streng ist und es viele mündliche Abfragen gibt. Wir verständigten uns auf Englisch und Deutsch.

An den nächsten Tagen erkundeten wir die kulturellen Sehenswürdigkeiten der Stadt, zahlreiche Kirchen, Erinnerungsstätten an den berühmten Sohn der Stadt, den Physiker und Erfinder der Batterie, Alessandro Volta und natürlich den Comer See. Neben atemberaubender Natur und kleinen Dörfern, findet man an seinen Ufern auch eine Star Wars Film Location (die „Varykino Villa” aus Episode 2) oder eine Villa, in der Konrad Adenauer seine Urlaube verbrachte.

Am einem unserer Tage unternahmen wir eine Bootsfahrt auf dem See und fuhren bis zum Dorf Bellagio. Bei wunderbar warmen Wetter und mit einem Eis in der Hand genossen wir den Spaziergang durch die kleinen Gassen mit ihrer mediterranen Stimmung. So spürte auch der Letzte: wir waren wirklich an einem der schönsten Orte Italiens angekommen!

Unseren Aufenthalt schlossen wir am letzten Tag mit einem Ausflug nach Mailand ab. Dort fuhren wir unter anderem auch auf die Aussichtsplattform des fantastischen Mailänder Doms. Außerdem erlebten wir Da Vincis „Das letztes Abendmahl“, eines der berühmtesten Wandgemälde der Welt, und durften anschließend die Stadt erkunden.

Unser Fazit: Tutti contenti! Wir sind im Herzen auch alle ein bisschen Italiener, Europäer eben, die trotz großer Unterschiede auch unglaublich viele Gemeinsamkeiten haben. Wir haben nicht nur Como kennengelernt, sondern vor allem neue Freundschaften geschlossen und uns neugierig mit der italienischen Kultur auseinandergesetzt. Ein großes „GRAZIE” geht an unsere Austauschschüler, die uns die Woche begleitet und beherbergt haben und an ihre Lehrerin, die nicht nur unsere Dolmetscherin, sondern gleichzeitig auch Stadtführerin und Ansprechpartnerin war.  In diesem Sinne, Ciao! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Neuss.

[WIE, Ursula Wienken]

Großartiges Granada – 1. Schüleraustausch mit der IES Padre Suárez

Am Samstag, dem 10. März 2019, landeten wir gegen 15:00 Uhr im sonnigen Malaga. Bei der darauffolgenden Busfahrt kam nach dem etwas längeren Flug dann auch gute Stimmung auf und wir freuten uns darauf, unsere Austauschpartner nach wochenlangem Hin- und Herschreiben nun endlich zu sehen. Bei unserer Ankunft am späten Nachmittag in Granada wurden wir dann alle von den Austauschschülern und ihren Eltern in Empfang genommen.

Der Sonntagvormittag gestaltete sich für jeden von uns unterschiedlich. Am Nachmittag trafen wir uns dann aber fast alle in der Altstadt, um die Hotspots der Stadt zu besuchen.
Am Montag begleiteten wir unsere Austauschpartner zur Schule und guckten zunächst eine Dokumentation über Granada, speziell über die Kultur und besuchten danach das eigene Naturkundemuseum der IES “Padre Suárez“. Viele von uns besuchten am Nachmittag eines der riesigen Einkaufzentren der Gegend zum Shoppen.

Den Dienstag hätte man schon als Highlight unseres Besuches in Spanien sehen können, denn wir stiegen nach einem Informationsfilm zur Alhambra, welche ein UNESCO-Weltkulturerbe ist, anschließend zu eben dieser hoch. Der anstrengende und steile Weg zahlte sich aus. Die kunstvoll verzierten Paläste und Gärten, aber vor allem der atemberaubende Blick auf die Stadt machten den Besuch der maurischen Burg zu einem ganz spannenden Erlebnis.

Der Morgen des Mittwochs war von einer etwas längeren Fahrt nach Malaga begleitet, wo wir das Picasso Museum und die “Alcazaba“ besuchten. Nach einem kleinen Spaziergang durften wir uns dann auch frei durch die Stadt bewegen. Gegen Abend trafen wir wieder in Granada ein.


Am vorletzten Tag, dem Donnerstag, besuchten wir als deutsche Schülergruppe das Dorf Frigiliana, wo wir von den etwas höher gelegenen Aussichtsplätzen einen wunderschönen Blick über den Ort hatten. Das Dorf an sich war sehr klein und ruhig und wir begegneten nur wenigen Einwohnern. Daraufhin fuhren wir etwas weiter und stiegen in die Höhlen von Nerja hinab. Die beeindruckende Größe der Höhlen wurde eigentlich nur von der Schönheit der Tropfsteinformationen übertroffen. Danach fuhren wir weiter zum Strand in Almuñécar, wo wir die Sonne ausgiebig genossen. Ein Eis in einer der besten Eisdielen des Ortes war der perfekte Abschluss des Ausflugs. Am Abend kehrten wir nach Granada zurück.

Am letzten Tag in Spanien gingen wir in die Altstadt Granadas, die wir alle schon etwas besser durch die dort verbrachten Nachmittage mit unseren Austauschpartnern kannten. Danach besuchten wir die königliche Kapelle, in der das Königpaar Isabella und Ferdinand begraben sind, die für die Wiedervereinigung Spaniens verantwortlich waren. Den letzten Abend verbrachten die meisten von uns, wie die Tage zuvor, in der Altstadt Granadas. Der Abschied rückte immer näher.

Um 03:00 Uhr am Samstag verabschiedeten wir uns schweren Herzens von unseren Austauschpartnern und landeten am Vormittag im nicht so sonnigen Düsseldorf.

Ich kann, so glaube ich es zumindest, für alle sprechen, wenn ich sage, dass die ganze Woche vor allem aufgrund des Wetters wie ein kleiner Urlaub für uns alle war. Sowohl unsere Austauschpartner, als auch wir, die deutsche Reisegruppe, hatten die Chance uns besser kennenzulernen und zusammenzuwachsen. Auch die Nachmittage und Abende auf den hochgelegenen Aussichtsplätzen der Stadt, bei denen wir gemütlich beisammensaßen, redeten und Musik hörten bis die Sonne unterging, waren einfach schön. Das gesamte Programm war gut strukturiert, die Ausflüge alle sehr interessant und auf keinen Fall langweilig. Es hat sich gelohnt, am Austausch teilzunehmen und wir freuen uns schon auf den Gegenbesuch unserer Austauschpartner Anfang Mai bei uns in Neuss.

[Lina Nachtigall]

Pilot “bikablo macht Schule”: Visualisierungsworkshop am MCG

Am Mittwoch, dem 13.02.2019 um 8 Uhr, kamen 18 zum Teil müde Schülerinnen und Schüler in die Aula des MCG und fragten sich, was sie bei diesem Visualisierungsworkshop lernen sollten. Sie könnten doch gar nicht malen!

Frau Sandra Bauer, die Kursleiterin des Englisch Leistungskurses, informierte uns u.a. mit Hilfe eines selbsterstellten Explainity Video über Visualisierung als Lern-Methode. Das gab uns Rätsel auf: Wie können uns ein paar Striche, Kreise, Vierecke und Symbole helfen, Lerninhalte besser abzurufen und „merkwürdig zu verankern“?

Zuerst saßen wir in einem Kreis und überlegten, was Visualisierung ist und wie diese gerade uns jetzt helfen kann. Zu Beginn erklärte uns Frau Bauer, dass Symbole bei Menschen ähnliche aber auch unterschiedliche Gedanken auslösen können: So zum Beispiel die Glühbirne, die für „die Idee“ stehen kann, oder der Filter. Dieser kann, so meinten wir Schüler, für „Informationen filtern“ stehen. Mit diesen universellen Symbolen kann man sehr gut eine Visualisierung erstellen und folglich miteinander darüber ins Gespräch kommen.

Wir machten uns zunächst mit diesen ganz besonderen Stiften, die Frau Bauer uns zur Verfügung stellte, vertraut und fingen mit sog. „Stiftübungen“ an, die Flipcharts zu beschriften. Uns wurde schnell klar „Visualisierung ist kein Malen wie im Kindergarten“, es ist wirklich harte Arbeit! Jedoch hatten es alle nach gewisser Zeit geschafft, einigermaßen Kontrolle über die Stifte und Linien zu bekommen und schon ging es zur nächsten Stufe: der Schattierung und Farbgebung und dem Zeichnen von Containern um Texte, denn „das Auge braucht Grenzen“.

Vor uns lagen ca. 80 verschiedene Symbole. Jeder Schüler nahm sich nun drei Symbole von diesen und visualisierte damit seinen heutigen Tagesablauf. Mit dem grauen Schattierungsstift sollten wir versuchen, etwas Dimension, Plastizität und Realität in unsere Zeichnungen zu bekommen. Nach kurzer Zeit hatte jeder Schüler mit drei einfachen Symbolen so etwas Komplexes wie seinen Tagesablauf dargestellt. Darüber kamen wir gleich ins Gespräch. Eine spontane Äußerung einer unserer Kursmitglieder war: „Gänsehaut!“. Warum? Nun, weil wir alle nicht damit gerechnet hätten, dass wir gemeinsam mit unseren Händen und unserer Phantasie so etwas entstehen lassen können. Mit Hilfe der Kreiden, die uns Frau Bauer ebenfalls zur Verfügung stellte, konnten wir Farbe in unsere Zeichnungen bringen und sie auch ansehnlicher für das Auge gestalten.

In einem weiteren Schritt erklärte uns unsere Lehrerin, wie man mit diesen Symbolen lernen kann.

Das Wesentliche des Workshops bestand darin, dass wir die Bilder und Symbole verwenden sollten, um zuvor vorbereitete Texte und somit auch ein Themenfeld der Vorabiturklausur „American Dreams and Nightmares“ (Arbeitsgrundlage waren ein Lied „America the Beautiful“ und eine politische Rede von Barack Obama) mit Hilfe eigener Symbole darzustellen. Dies machten wir arbeitsteilig gemeinsam in Gruppen und waren über die sehr komplexen Visualisierungen überrascht, die wir in kleinen Gruppen gemeinsam produzierten. Zum Schluss besprachen wir mit den anderen Kursteilnehmern unsere Ergebnisse und stellten diese vor der Aula aus.

Insgesamt war der Visualisierungsworkshop eine unglaubliche Erfahrung, die uns viele neue Möglichkeiten eröffnete mit komplexen Themen und Texten umzugehen und uns gezeigt hat, wie gut man mit Hilfe von Bildern und Symbolen Inhalte und Texte bildlich darstellen und sich merken kann. Wir alle haben an diesem Tag unglaublich viel gelernt und mitgenommen, das uns auch später im Leben helfen kann.

Wir danken Frau Bauer sehr für Ihre Zeit. Sie hat den Workshop gemeinsam mit Frau Silvia Savelsberg vorbereitet und die Materialien gestellt. Es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht, da der Workshop Kreativität förderte, wenngleich auch Anstrengung kostete.

[J. Hermanowicz, P. Reuter, S. Bauer]

 

Frühjahrskonzert 2019

Am 21.3. findet um 18 Uhr in der Aula des MCG das alljährliche Frühjahrskonzert statt. Bei diesem Konzert präsentieren sich die Schülerinnen und Schüler, welche jede Woche in Kooperation mit der Musikschule Neuss ein Instrument erlernen und gleichzeitig bereits in einer zum Spielniveau passenden Band spielen. Den Höhepunkt bildet die Concert Band, eine Big Band, die nach vielen Schuljahren und zahlreichen Stunden des Übens ein beachtliches Niveau erreicht. Wir laden Sie herzlich zu unserem Konzert ein, der Eintritt ist frei!

[FEL]

 

Kunstwerk des Monats März 2019

Das Kunstwerk des Monats März 2019 wurde von Hanna Oertel aus der damaligen EF zum Thema “Das Mädchen mit dem Perlenohrring – Plastische Arbeit nach dem gleichnamigen Gemälde von Jan Vermeer” erstellt.

Hier finden Sie die Kunstwerke der letzten Monate.

White Horse Theatre

Um Englisch in seiner lebendigen Faszination zu erleben eignet sich der Umgang mit native speakers besonders, da die Sprache so als anwendbar und alltagsbezogen daherkommt. Zum sprachlichen Hochgenuss wird das Ganze, wenn diese native speakers die Sprache im Theater als Kunstform verwenden.

Aus diesem Grund ist es immer wieder ein Erlebnis, das White Horse Theatre im MCG zu Gast zu haben. Die Schauspieler aus England, Schottland und Hong Kong bringen Englisch zum Anfassen live on stage, wobei sie nicht nur ihre Stücke für verschiedene Altersgruppen aufführen, sondern darüber hinaus den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit bieten, mit ihnen in der englischen Sprache zu kommunizieren und sie auszufragen. So war es uns eine Freude, das englische Tourneetheater am 24. Januar erneut in der Aula des Marie-Curie-Gymnasiums auftreten zu lassen.

Die Themen der Stücke waren wie üblich auf die Altersgruppen zugeschnitten. So sahen die Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse das Stück „Honesty“, eine Geschichte über eine Verfolgungsjagd: Zwei jugendliche Geschwister verfolgten einen Dieb kreuz und quer durch London und haben dabei mit allzu alltäglichen Problemen zu kämpfen. Die 8. Klasse sah mit „The Tyrant’s Kiss“ eine moderne Adaption des Shakespeare-Stücks „Pericles“, in dem die Geschichte einen sehr aktuellen Bezug erhielt und so die Schülerinnen und Schüler in ihnen Bann zog, die hinterher die Schauspieler mit Fragen löcherten. Die Q1 wiederum musste im Stück „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ die grauenvolle Verwandlung des ehrbaren Gentleman Dr. Jekyll in den skrupellosen Hyde mit ansehen.

Die Schülerinnen und Schüler haben die Chance, den Schauspielern Fragen zu stellen, genutzt und die Muttersprachler auf der Bühne waren vom Niveau ihrer Sprachkenntnisse angetan.

[MÜL]

School of Jazz – 20 Jahre Bigbandprojekt am MCG Neuss

Der 50. Geburtstag des MCG ist nicht das einzige Jubiläum an unserer Schule in diesem Jahr. Auch das Bigbandprojekt feiert 2019 einen runden Geburtstag; seit 20 Jahren kooperieren wir mit der Musikschule der Stadt Neuss. Gerade in einer Zeit, die immer schnelllebiger wird, in der die Halbwertzeit pädagogischer Leitlinien sich stetig verkürzt, bietet dieses Jubiläum mehr als genug Anlass das Leuchtturmprojekt zu würdigen.

Ausgangspunkt für die Erfolgsgeschichte war ein MCG-Band-Event im Jahr 1998, bei dem fünf Musikgruppen unserer Schule ein Bandmeeting in der Aula veranstalteten. Musikalisches Potential war also vorhanden, aber es existierten keinerlei außerunterrichtlichen Strukturen, dieses nachhaltig zu entwickeln bzw. zu fördern. Dies sollte sich 1999 ändern; in Kooperation mit der Musikschule Neuss wurde in diesem Jahr das Bigbandprojekt am MCG geründet.

Dass sich diese Gründung zu der Erfolgsgeschichte entwickelte, die heute das Schulleben an unserer Schule so eindrucksvoll prägt, ist besonders zwei Akteuren zu verdanken: Herrn Peter Gross, dem damaligen Musiklehrer, und Herrn Georg Corman von der Musikschule Neuss. Sie leisteten die Grundlagenarbeit, motivierten unzählige Schülerinnen und Schüler, ein Instrument zu erlernen und schrieben zahlreiche Arrangements.

Neun Jahre später, im Jahr 2008, war das Bandprojekt bis in die Stufe 13 hochgewachsen. Jede Woche übten mehr als 150 Schülerinnen und Schüler jeden Donnerstagnachmittag zusammen mit den Kollegen des MCG und der Musikschule Neuss im Einzelunterricht und in den Bands. Seitdem gibt jährlich bis zu 13 aktive Bands an der Schule.

20 Jahre jede Woche einen Nachmittag für die Musik freizuhalten war – besonders wenn man die Erfordernisse der unterschiedlichen Zweige am MCG von der Doppelqualifikation Chemie bis zum Bilingualen Zweig betrachtet – alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Besonders die Umstellung des Schulsystems in NRW auf G8 ab 2007, welche zu Nachmittagsunterricht für alle Schülerinnen und Schüler führte, stellte eine große Herausforderung dar. Doch am MCG waren wir immer von der großen Bedeutung der musikalischen Förderung unserer Schülerinnen und Schüler überzeugt. Neben dem Spaß und der Freude an der Musik sehen wir auch die großen Vorteile in Bereichen wie die Förderung der Konzentrationsfähigkeit und der Intelligenz. Trotz der Widerstände des G8-Systems wurde nie an den Grundpfeilern des Bigbandprojekts gerüttelt, der Donnerstag blieb immer Bigband-Tag.  Und so entwickelte sich dieses Projekt ähnlich wie die Doppelqualifikation Chemie und die Bilingualität zu einem Markenzeichen des MCGs.

Aus der ursprünglichen Idee, der „Entwicklung und Förderung der musikalischen und kulturellen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler“, wie es im Kooperationsvertrag des MCG und der Musikschule Neuss steht, erwuchs ein sehr lebendiges Projekt, welches nicht nur Schule und Schulleben nachhaltig bereicherte und bereichert, sondern auch den Werdegang vieler Schülerinnen und Schüler maßgeblich prägte. Stellevertretend für Viele seien hier der Schlagzeuger Stefan Wienken, der Pianist und Sounddesigner Patrick Arnold, der 2018 für den Grimme-Preis nominiert war, und der derzeitige Schlagzeuger der Concert-Band, Adrian Benten, genannt. Letzterer hat sich als Sieger von „Jugend musiziert“ auf Landesebene und Preisträger auf Bundesebene entschlossen, die Musik zu seinem Beruf zu machen und Musik zu studieren. Diesen Weg hat Stefan Wienken, ebenfalls ein Preisträger von „Jugend musiziert“, auf Bundesebene bereits hinter sich. Nach seinem Jazzstudium in Arnheim und Barcelona arbeitet er heute als freiberuflicher Musiker in Warschau. Er betont die Bedeutung des Projekts am MCG für seinen Werdegang: „Für mich hat das Big-Band-Projekt zur musikalischen und sozialen Entwicklung beigetragen. Ich habe viel Repertoire dazugelernt, Auftrittserfahrung gesammelt und Kontakte geknüpft, wodurch sich andere musikalische Projekte ergeben haben.“

Ein Unterfangen wie das Bigbandprojekt benötigt Unterstützer, sei es für den Erwerb kostspieliger Instrumente oder die finanzielle Unterstützung von Probewochenenden. Der Dank des MCG geht hier an die Studienstiftung Carl Steins und besonders auch an den derzeitigen Vorsitzenden, Herrn Dieter Steins, auf dessen Fürsprache sich die jungen Musikerinnen und Musiker immer verlassen konnten. Wir danken auch der Leitung und den Kollegen der Musikschule Neuss, die den Hauptteil der musikalischen Arbeit leisten, indem sie die jungen Musikerinnen und Musiker vom ersten Ton auf ihrem Instrument bis zu den Auftritten in der Concert Band anleiten und begleiten.

Seit 2016 leitet Heidi Bayer, Trompeterin und Preisträgerin des Folkwang Preis 2018 in der Sparte Jazz, die Rehearsal- und die Concert Band des MCG. Für die Bandleaderin ist u.a. die Arbeit in Workshops mit Profimusikern ein wichtiges Mittel der musikalischen Schulung. Unvergessen werden hier für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die von ihr organisierten Workshop-Wochenenden unter der Leitung des international renommierten kanadischen Bandleaders und Posaunisten Alan Jacobson im Jahr 2017 oder aber unter der Leitung des Saxophonisten und WDR-Jazzpreis-Trägers Stefan Pfeiffer-Galilea in diesem Jahr bleiben.

Das Bigbandprojekt hat das MCG in den letzten 20 Jahren maßgeblich mitgeprägt und es soll dies über viele weitere Jahre tun. Damit das gelingt, engagiert sich das MCG, die School of Jazz in Neuss, weiter und arbeitet daran, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler dem Appell des Saxophonisten Stefan Pfeifer Galileas folgen, den er im Rahmen des Abschlusskonzerts des Bigband-Workshops 2018 tätigte: „Sucht Euch ein Instrument, dass Euch gefällt und macht Musik! Dann sitzt Ihr vielleicht bald hier auf der Bühne!“ Diesem Wunsch schließen wir vom MCG uns an!

Im folgenden Interview beschreibt unser ehemaliger Schüler Patrick Arnold seine Erfahrungen mit dem Bigbandprojekt:

Patrick Arnold, Jahrgang 1990, studierte Musik und Medien am Institut für Musik und Medien der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. In seinem Abschlussprojekt an der Hochschule entwickelte er ein interaktives, dreidimensionales Sounddesign für ein Virtual Reality Game.

Im Januar 2016 gründete er gemeinsam mit seinem Kommilitonen Philipp Reimann die KlangKönner GbR, die Komposition und Sounddesign für Filme, Games und Virtual Reality produziert. Darüber hinaus ist er im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf tätig.

Für seine Projekte wurde er mehrfach international ausgezeichnet. So wurden seine künstlerischen Arbeiten „Neon“ und „White Point“ mit dem internationalen Visual Music Award sowie sein Sounddesign für den Animationskurzfilm „Journey“ mit dem Gold-Award der Audio Engineering Society ausgezeichnet. Darüber war er mit seinem Team für die Mischung und das Additional Sounddesign der zweiten Staffel der, u.a. mit dem Grimme- und dem deutschen Fernsehpreis ausgezeichneten, Webserie „Wishlist“ verantwortlich.

 

TheMa: Welche Bedeutung hat das BB-Projekt für Sie persönlich? Wie hat es Sie geprägt?

Patrick Arnold: Ohne das Bigband-Projekt des MCG wäre mein Werdegang ein denkbar anderer gewesen. Innerhalb des Projektes habe ich mein Instrument spielen gelernt und die große praktische Erfahrung der zahlreichen Auftritte führte sicherlich dazu, dass ich die Aufnahmeprüfung zur Studienvorbereitung und im Anschluss auch die musikalische Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule bestehen konnte.  Nur deshalb konnte ich Musik und Medien an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf studieren und so den Einstieg in die Medienbranche finden.

TheMa: Welchen Stellenwert sollte aus Ihrer Sicht ein derartiges Projekt für eine Schule haben?

Patrick Arnold: Mit den höchsten Stellenwert! Kunst und Musik prägen uns als Gesellschaft und gerade in der aktuellen, politisch turbulenten Zeit ist eine kulturelle Bildung wichtiger denn je. Da der Musikunterricht im Klassenverband die individuellen Fähigkeiten des Einzelnen nicht fokussiert fördern kann, ist ein solches Projekt, mit Einzelunterricht am Instrument und einem Bandcoaching in der Gemeinschaft einer Bigband sehr gut dazu geeignet, gerade die immer wichtiger werdenden “Soft Skills” zu prägen, die im späteren beruflichen Alltag in einem Umfeld der kontinuierlich voranschreitenden Digitalisierung essenziell sind.

TheMa: Gibt es eine besondere Erinnerung an Ihre Zeit in der Bigband??

Patrick Arnold: Wo soll ich da anfangen? Ich würde wohl zwei Erinnerungen anführen, eine von der Anmeldung und eine vom letzten Konzert: Anmelden wollte ich mich damals für das Instrument Schlagzeug, Klavier war in der 5. Klasse wohl irgendwie nicht angesagt und daher nur meine zweite Wahl. Da die Drums aber sehr begehrt sind und ich schon zwei Jahre Unterricht am Klavier hatte, überredete mich Peter Gross damals dazu, doch bei „meinem“ Instrument zu bleiben. Zähneknirschend willigte ich ein – ein Glücksfall, wer weiß, wie mein Weg sonst verlaufen wäre.

Meine Zeit in der Bigband endete mit einem großen Abschlusskonzert, da wir in der „Concert Band“ damals die ersten waren, die die volle Schulzeit über das Projekt durchlaufen hatten. Zu diesem Konzert schafften wir es endlich, ein für eine Schülerband ziemlich anspruchsvolles Arrangement von Joe Zawinuls Birdland zu spielen. Wie sich später herausstellte, hatte Peter Gross das Projekt einst bei der Neusser Musikschule, die ja Kooperationspartner ist, wohl mit dieser Idee vorgestellt: “Ich möchte eine Schülerband aufbauen, die am Ende ihrer schulischen Laufbahn Birdland zum Besten gibt“. Damals hatten ihn wohl alle für verrückt erklärt, aber am Ende haben wir es gespielt.

[Pom]

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