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Night of the Stars & 50 Jahre MCG: Vorbereitungen starten

Liebe Schüler, liebe Eltern, liebe Lehrer, liebe Ehemalige, liebe Freunde!
Hinter „Night of the Stars“ verbirgt sich ein Kulturabend, an dem Schüler, Eltern, Lehrer, Ehemalige und Freunde des MCG ein Programm mit Musik, Tanz, Theater und vielem anderen Denkbaren gestalten können. „Kultur” kann hier also viel Unterschiedliches bedeuten. Das Rahmenthema des Abends lautet:

GOLD

2019 wird unsere Schule 50 Jahre alt. Aus diesem Anlass wird die „Night of the Stars“ ganz im Zeichen des Jubiläumsjahres stehen. Auf diesem Weg möchten wir Euch einladen Beiträge bzw. Projektideen für diese neue Veranstaltung am MCG einzureichen. Vorschläge und Ideen zur Präsentation habt Ihr sicherlich genug; falls Ihr dennoch Anregungen und Hilfe braucht, so finden sich sicher Lehrer, Eltern, ältere Schüler – auch für gemeinsame Projekte.
Die Beiträge können im Unterricht, in Arbeitsgemeinschaften oder auch zu Hause vorbereitet werden. Besonders in den Kursen der Oberstufe möchten wir die selbständige Erarbeitung von Beiträgen anregen. Falls Ihr also eine Idee habt, meldet Euch bitte sofort bei einem Mitglied des Planungsausschusses (Namen siehe unten) – wir werden dann gemeinsam mit euch versuchen, Eure Idee und das Thema zusammenzuführen.

Anmeldungsformulare bekommt Ihr von den Mitgliedern der Planungsgruppe oder im Sekretariat. Dieser Kulturabend erfordert jede Menge Arbeit – deshalb suchen wir noch dringend Schüler-, Eltern- und Lehrerunterstützung

    • für Kartenverkauf, Werbung, Catering, (Auf-)Räumarbeiten,…
    • für Bühnenarbeiten (Requisite, Schminke, Auftrittsbetreuung, …)
    • bei allen Dingen, die wir hier vergessen haben aufzuführen

Am 5. November 2018 findet für alle, die „kulturell“ aktiv werden wollen, ein erstes Meeting statt. Zwei Wochen später erfolgt eine erste Vorstellung der Projekte, damit wir das Programm besser planen können. Folgende Eckdaten sollten sich alle Interessierten merken:

Anmeldung von Projektideen ab SOFORT bis zum 12. Oktober 2018
Meeting der Teilnehmer Montag, 5. November 2018, 16.00 Uhr im Musikraum
Projektvorstellung Montag und Dienstag, 3./4. Dezember 2018
Probentage Freitag, 25. Januar 2019 (Aufbau), Montag, 28. Januar 2019 (Durchlaufprobe), Dienstag, 29. Januar 2019 (Generalprobe)
„Night of the Stars“ Mittwoch/Donnerstag, 30./31. Januar 2019

Neuigkeiten ab sofort auf dem Kult-Brett (Tafel an der Aula)
Über Rückmeldungen jeglicher Art würden wir uns sehr freuen. Für Hilfestellungen und Ideen sind wir immer dankbar. Jeder, der schon jetzt Ideen und Fragen mitteilen möchte, der sich genauer über unsere Arbeit informieren möchte oder schon jetzt weiß, wo er helfen kann, wende sich bitte an ein Mitglied des Organisationsteams: Maria Rißen, Mareike Kamps und Mario Stein

Icon

Download Night of the Stars Teilnehmer Anmeldung 317.90 KB

Wir brauchen dich! Hier kannst du dir das Anmeldeformular herunterladen. ...

 

Hands On!

Du hast Interesse an Veranstaltungstechnik? Am 21.09. in der 8./9. Stunde hast du in der Aula die einmalige Chance einen Einblick in die Technik unserer Schule zu werfen. Du kannst selber ausprobieren, ob das Technik-Team etwas für dich ist.  (Ab 8. Klasse) Bei Fragen wende dich an Peer Thomsen Q1.

Ein Jahr Norwegen – eine unvergessliche Zeit

Das Land der Fjorde und Wikinger – Norwegen ist nicht jedermanns erste
Wahl für einen Auslandsaufenthalt. Doch es war meine, ausgelöst durch
WDR Naturreportagen und einer Rundreise 2015 durch Skandinavien. Im
Schuljahr 2017/18 verbrachte ich dort die 10. Klasse. Für mich hieß es
also 10 Monate täglich Norwegisch reden und sich mit der nordischen
Kultur auseinandersetzen.

Im August letzten Jahres bekam ich während unseres Familienurlaubs in
Polen einen Anruf: Meine Austauschorganisation hat einen Platz für mich
gefunden.

Es stand danach fest: Die nächsten 10 Monate würde ich in Arendal, eine
40.000 Einwohner Stadt an der Südküste Norwegens verbringen.
In meiner Gastfamilie hatte ich zwei jüngere Gastschwestern, im Alter
von 12 & 14.

Mitte August startete dann der Flieger ins Ungewisse.
Doch das Ankommen und Einleben war nicht schwer. Man muss sagen, dass
das Klischee der verschlossenen Skandinavier immer mehr abnimmt. Meiner
Ansicht nach brauchen sie vielleicht manchmal Zeit für sich, sind aber
sonst sehr sozial und offen. Dadurch war es auch leicht neue Freunde zu
finden. Sowohl in der Schule, als auch im Badmintonverein und im Chor
habe ich sehr liebe und interessante Menschen kennengelernt.

Einer der grössten Unterschiede zu Deutschland war die Schule. Mein
Arbeitsheft war ein persönlicher Schullaptop auf dem ich alle Aufgaben,
Tests und Hausarbeiten erledigte. Freies WLAN, eine
Trinkwasserauffüllstation, nette Lehrer – alles Gang und Gebe an
norwegischen Schulen. Unsere Lehrer waren vor allem Lernbegleiter und
nicht Wissensvermittler. Sie haben uns beim Lernen und Erarbeiten von
Projekten unterstützt statt möglich viel Wissen in uns
hineinzutrichtern. Der Unterricht war viel mehr auf Gruppenarbeit und
gemeinsames Lernen fokussiert. Praxis wurde der Theorie vorgezogen.
Hätte ich an einer deutschen Schule in einem Jahr mehr Stoff gelernt?
Vielleicht ja. Aber zu welchem Preis? Leistungsdruck, Konkurrenz,
Lernstress – all dies wurde mir in Norwegen erspart. Und ob ihr es
glaubt oder nicht: In Norwegen geht jeder gerne zur Schule!

Mein grösstes Interesse ist die Musik. Auch in Norwegen war ich in
dieser Hinsicht aktiv: Durch eine Freundin wurde ich Pianistin eines
evangelischen Kirchenchores, mit dem wir viele Auftritte hatten. Des
Weiteren wurde ich zur stellvertretenden Organistin unserer kleinen,
katholischen Gemeinde, wodurch ich dann mindestens einmal im Monat eine
Messe spielte. In Arendals Jazzbar «No 9» gab es häufig Jamsessions und
kleine Konzerte, wo ich sowohl an den Tasten als auch am Bass saß.
Aber das grösste musikalische Highlight war mit Abstand das Musical “The
Fiddler on the Roof” (auch “Anatevka” genannt, auf norwegisch
“Spillemann på taket”). Dieses wurde durch das Arendal Musiktheater
organisiert und war eine sehr professionelle Produktion. Der eigentliche
Pianist wäre mein Basslehrer gewesen, der dann kurzfristig absagen
musste und mich 3 Wochen vor der Premiere bat ihn zu ersetzen. Es folgte
tagelanges Üben, schlaflose Nächte und anstrengende Proben. Aber
gleichzeitig lernte ich tolle Menschen kennen und sammelte jede Menge
Erfahrung. Schnell wurde The Fiddler on the Roof zu meinem
Lieblingsmusical, dessen Lieder ich bis heute noch am Klavier spiele.

Während meines Auslandsjahrs bin ich auch durch Norwegen gereist: Ich
habe im Februar eine Freundin in Hammerfest, der nördlichsten Stadt
Norwegens, besucht. Dort sah ich meine ersten Nordlichter, ein
atemberaubender Anblick! Neben riesigen Gletschern und eisigen
Temperaturen (-20°C) bewunderte ich die um 15:30 untergehende Sonne und
erfuhr viel über die Bedeutung des Fisches für die Norweger. Norwegen
ist nach China der zweitgrösste Fischexporteur weltweit, daher ist neben
Öl und Gas die Fischindustrie eines der wichtigsten Geldquellen für den
Staat. Schmecken tut er übrigens auch – mein persönlicher Favorit ist
norwegischer Dorsch, sehr empfehlenswert!

In meinem Auslandsjahr habe ich auch die norwegische Sprache gelernt.
Ich hatte bereits vor meiner Abfahrt 2 Jahre lang mich mit Norwegisch
beschäftigt, aber richtig los ging es dann erst vor Ort. Doch die
Sprache ist nicht schwer: Die Grammatik ähnelt sehr dem Englischen
(zumal sie sogar noch simpler ist) und manche Wörter dem Deutschen.
Daher klappte auch das fliessende Norwegisch Sprechen nach etwa 3 Monaten.

Mein persönlicher Höhepunkt des Auslandsjahres war der 17. Mai,
Norwegens Nationalfeiertag. Ich verbrachte ihn in meiner Heimatstadt
Arendal, die an diesem Tag voll mit Marschkappellen, Nationaltrachten
und norwegischen Flaggen war. Gefeiert wird die Verabschiedung vom
„Kongeriket Norges Grunnlov“ (Grundgesetz des Königreichs Norwegen) im
Jahr 1814.Wir, meine Gastfamilie und ich, schauten uns mit meinen
Freunden die Nationalparade an und fuhren nachmittags mit dem Boot raus.
Überall war es fröhlich laut, dieser Tag schien wie der Wichtigste im
Jahr. Die Norweger sind überzeugte Patrioten: „Ja, vi elsker dette
landet” (=”Ja, wir lieben dieses Land”), heißt es im ersten Satz der
Nationalhymne. Aber der norwegische Patriotismus ist ein gesunder, denn
die Norweger stellen ihr Land nicht über andere, sondern respektieren
sie genau so, wie sich selbst.

Somit habe auch ich dieses Land lieben gelernt. Nicht nur die
atemberaubende Natur oder der leckere Fisch, sondern auch die Menschen
haben mein Reiseherz erobert. Neben Deutschland und Polen ist Norwegen
mein drittes Zuhause, zu dem ich in Zukunft noch häufig reisen werde. In
diesem Sinne, ha det bra (Macht’s gut) !

Ursula Wienken, Q1

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