Glückscoach

In einer ganzen Unterrichtsreihe hatte sich die 9a auf den Besuch vorbereitet: Wie wird Glück definiert? Was versteht man unter einem glücklichen Leben? Welche Antworten auf diese Fragen lieferte die Philosophie? Welche die Religion? Und ist es überhaupt erstrebenswert, immer nur glücklich sein zu wollen? Mit diesen Fragen plagte sich die 9a in vielen Deutschstunden; leidenschaftliche Diskussionen wechselten sich mit vertieften Studien in aller Stille ab, beispielsweise von Aristoteles und seinen Gedanken zum Thema Glück und Erfüllung.

Doch so ganz kam man zu keinem klaren Ergebnis. Wie gut, dass der Höhepunkt der Reihe der Besuch von Julia Augenstein war. Frau Augenstein ist studierte Volljuristin mit dem Schwerpunkten Arbeitsrecht und auch Personalmanagement-Ökonomin. Sie arbeitete nach dem Studium in großen Konzernen und mittelständischen Unternehmen.  Allerdings merkte sie schnell, dass sie auch ein anderes Interesse hatte, das Coaching. So wagte sie den Sprung in die Selbstständigkeit und arbeitet anschließend für internationale Firmen als systemischer Coach und Trainerin. Umso mehr freute es die Deutschlehrer Stephanie Schmitz und Michael Schmitt, dass sie Frau Augenstein zu einem Workshop gewinnen konnten.

 

Und so fand sich die 9a am Montag um 8:00 Uhr in gespannter Erwartung in der Aula ein. Frau Augenstein hatte eine umfassende Präsentation vorbereitet und viele Informationsblätter für die Lerngruppe. Der Workshop fand auf sehr hohem Niveau statt, die Themen reichten von der Funktionsweise des Gehirns über neurobiologische Grundlagen bis hin zu ganz praktischen Tipps zur Frage, wie man im Alltag das ewige Gedankenkarussell einfach mal abschalten kann. Hierzu gab es umfangreiches Anschauungsmaterial zu bestaunen. Glückskarten und Murmelbahnen faszinierten die Schülerinnen und Schüler besonders und brachten sie schnell dazu, die verschiedenen Möglichkeiten auch praktisch auszuprobieren. In der anschließenden Diskussion bombardierte die Klasse dann Frau Augenstein regelrecht mit Fragen, die sich über die rege Anteilnahme sichtlich freute. Im Anschluss daran verließ die Klasse mit vielen neuen Impulsen die Aula. Und auf den Gesichtern konnte man ganz klar ablesen: Das Glücksseminar hatte seine Wirkung nicht verfehlt, man blickte in glückliche Gesichter!

Besonderer Dank gebührt Frau Augenstein für diesen Besuch, da sie ihr hochklassiges Angebot unseren Schülerinnen und Schülern kostenfrei zur Verfügung stellte. „Ich mache das aus Überzeugung“, sagte sie – und wer den Vortrag in der Aula verfolgt hatte, der konnte daran keinen Zweifel haben.  [SCH]