„Europa macht Schule“ am MCG: Festivals in Spanien

Am 01. Februar 2018 bestand für die Klasse 9d erstmals die Möglichkeit, einen ausführlichen Einblick in die spanische Kultur zu erlangen. Denn in Kooperation mit „Europa macht Schule e.V. Köln“ wurde eine Erasmusstudentin (Teilnehmerin eines europaweiten Austauschprogramms für Studenten), Frau Carlota Martínez, ans Marie-Curie-Gymnasium eingeladen, um mit uns Schülerinnen und Schülern gemeinsam ein Projekt auf die Beine zu stellen. Frau Martínez wurde in Zaragoza (Spanien) geboren und studiert zurzeit im Rahmen ihres Erasmusstudiums an der Universität zu Köln Journalismus. An jenem Donnerstag informierte sie uns über verschiedene Feste, die in ihrer Heimat gefeiert werden. Um dies zu ermöglichen, wurde die gesamte Klasse vom regulären Unterricht der 2. – 6. Stunde befreit und beschäftigte sich mit den Festivals und Volksfesten Spaniens.

Nach einer kurzen Vorstellung von Carlota Martínez wurden uns anhand einer ausführlichen Power Point Präsentation zehn verschiedene traditionelle Feste der spanischen Kultur nahegebracht. Jedes der einzelnen Feste findet ausschließlich an einem Ort der Region statt. Die Präsentation veranschaulichte uns die vielfältigen Facetten der spanischen Kultur in ihren verschiedenen volkstümlichen Traditionen. Nicht wenige der Veranstaltungen, die uns vorgestellt wurden, erwiesen sich als spannend und herausfordernd. Von den weltweit bekannten Stierkämpfen, die übrigens in Teilen Spaniens schon verboten sind, wurden uns Ausschnitte des San Juan Festes (Johannistag) gezeigt. An dem Stierfreitag werden die berühmten Stierkämpfe in einer Arena ausgetragen.

Ein ähnliches Festival findet in Pamplona zum San Fermín statt. Bei jenem Stierlauf werden sechs Kampfbullen durch die engen Gassen Pamplonas getrieben und viele junge Männer rennen als Mutprobe vor den Stieren her. Diejenigen, die eingeholt werden, können sich mit Glück an den Rand flüchten und hoffen, dass die Stiere sie übersehen. Bei diesem nervenaufreibenden Spektakel kommt es leider immer wieder auch zu Verletzungen.

Weit verbreitet sind darüber hinaus Essensschlachten, bei denen Menschen mit Gemüse beworfen werden. Ein besonders erwähnenswertes Beispiel dafür ist die Tomatenschlacht in Buñol. Sie hat es mit über 40.000 Teilnehmern sogar in das Guinness-Buch der Rekorde geschafft.

Insgesamt hat man den Eindruck bekommen, dass die Spanier ein lautes und herausforderndes Spektakel mögen. Kein Fest lief ohne eine Vielzahl an Böllern und Raketen ab. Bei diesen Fiestas spielt das kulinarische Befinden aber auch eine wichtige Rolle, weshalb überall regionale Köstlichkeiten und Weine angeboten werden.

Nach der Präsentation wurden in Partnerarbeit Plakate zu den einzelnen Festen erstellt, um sich nochmals näher mit ihnen auseinanderzusetzen und um ihre Entstehung zu verstehen. Nach einer Fragenrunde an Frau Martínez war die spanische Studentin darauf gespannt, auch etwas über deutsche Festlichkeiten zu erfahren, woraufhin wir ihr vom rheinischen Karneval und den Neusser Schützenfest berichteten. Der Projekttag endete mit einer kleinen Einführung in die spanische Sprache. Dabei demonstrierten die Mitglieder der Spanisch-AG ihr bisher erlerntes Wissen.

Insgesamt stellte der Tag für uns eine neue Erfahrung und eine bereichernde Abwechslung dar. Auf kurzweilige Weise konnten wir unser Wissen über Spanien erweitern. Darüber hinaus hat der Vortrag dazu beigetragen, bei den bald anstehenden Wahlen für die EF die Entscheidung zu treffen, ob das Fach Spanisch vielleicht für einen selbst infrage kommt.

Dieser Tag ist ein weiterer Schritt für das MCG den europäischen Gedanken im Schulalltag und im Bewusstsein der MCG-Gemeinschaft zu verankern. Generell sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass bei einer Wiederholung der Veranstaltung der nächste 9. Jahrgang sicherlich ebenso wie wir profitieren würde.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des Projektvereins: https://www.europamachtschule.de/das-programm/standorte/koeln/

[Erik Haufs 9d]