Ein Tag im EU-Parlament

Am 4. Juli 2018 besuchten die Sozialwissenschaftskurse der Stufen EF und Q1 das Europäische Parlament in Brüssel.

EF:

Nach pünktlicher Ankunft in der belgischen Hauptstadt wurden wir durch eine rumänische Europamitarbeiterin, welche sich selbst als „Produkt der Europäischen Union“ bezeichnete, in die Arbeit und die Zusammensetzung des Parlamentes eingeführt. Wir sprachen außerdem darüber, was sich in den letzten 30 Jahren in der Europäischen Union verändert hat und welche Veränderungen in der EU in naher Zukunft eintreten werden, z.B. über die Reisefreiheit im Schengenraum oder auch über die Migrationskrise. Sie erzählte uns auch, dass es nur auf Grund des Falls des Eisernen Vorhangs möglich wurde, für die Europäische Union zu arbeiten. Im Anschluss betraten wir gemeinsam den Plenarsaal des hohen Hauses, wessen Zweitsitz sich in Straßburg (Frankreich) befindet.

Daraufhin besuchten wir das Museum Europäischer Geschichte, welches bei uns aufgrund seiner Modernität einen positiven Eindruck hinterließ. Es wurden Exponate aus verschiedensten Zeiten ausgestellt und interaktiv dargestellt, welche die europäische Geschichte vom Mittelalter bis heute prägten, z.B. die Herrschaft des Nazi-Regimes, die Umweltbewegungen in den 70er Jahren oder den Brexit. Danach wurde die große Gruppe in kleine Gruppen aufgeteilt. Wir hatten nun etwas Zeit, die Hauptstadt von Belgien zu erkunden und in der Innenstadt herumzulaufen. Dort wurden belgische Pommes gegessen, Sehenswürdigkeiten angeschaut und Fotos gemacht.
Die Zeit war leider zu kurz und wir mussten nach einiger Zeit schon wieder zurück zum Bus. Dort wartete eine fast dreistündige Fahrt auf uns, um nach so einem interessanten und lustigen Tag Abschied von Brüssel zu nehmen und zurück nach Neuss zu fahren.
Ein spannender Tag ging also für unsere SoWi-Kurse zu Ende. Wir lernten sehr viel an diesem einen Tag, vor allem, wie wichtig das EU-Parlament eigentlich für unsere Zukunft, für unsere Wirtschaft oder Gesellschaft ist. Uns wurden die Augen zu so vielen Seiten der EU geöffnet.
Wir werden diese Zeit zusammen nicht vergessen und freuen uns auf unsere nächste Reise!

[Marc Konjuhi & Lene Lingmann]

Q1

Während die EF eine Führung durch das Parlamentsgebäude machte, nahm die Q1 an einem Rollenspiel teil. Ziel dieses Rollenspiels war es, die Arbeitsweise des Europäischen Parlamentes näher gebracht zu bekommen. In vier verschiedenen Parteien, welche unterschiedliche Stärken im Parlament aufwiesen, diskutierten wir über die Themen Wassersolidarität und Implantation von Mikrochips im Menschen. Wir diskutierten sowohl innerhalb der Parteien, wie auch in verschiedenen Ausschüssen und dem Plenum über zuvor genannte Themen. Ziel war es, einen Kompromiss zu finden, der sowohl den Interessen der Parteien als auch den Bedürfnissen der Europäischen Bürger gerecht wird. Dieser Prozess erwies sich komplizierter als gedacht, da wir unterschiedliche Ansichten vertraten. Nach circa zwei Stunden hatten wir in Sachen Implantation von Mikrochips einen Kompromiss gefunden, in Sachen Wassersolidarität fanden wir auch nach dreimaliger Abstimmung im Plenum und den Ausschüssen keinen Kompromiss. Dies zeigte uns, wie anspruchsvoll und langwierig die Arbeit im Europäischen Parlament sein kann.

Während wir die Arbeitsweise des Europäischen Parlamentes im Kleinen erlebten, wurde der EF diese Vorgehensweise in einem der zwei Plenarsäle erläutert und sie besichtigte anschließend das Haus der Europäischen Geschichte. Nach Beendigung der jeweiligen Programmpunkte, konnten wir in kleinen Gruppen die Stadt erkunden. Gegen halb vier traten wir gut gelaunt und um einige Erfahrungen reicher die Rückreise an.

[Julia Schmitz (EF) und Vanessa Hintze (Q1)]