Austausch mit Antony (Frankreich)

An einem Samstagmorgen gegen Ende des letzten Schuljahrs ging es für uns vier (wir zwei MCG-Schüler mit unseren Austauschpartnern Alix Bonnet und Charles Terrier) nach Köln. Von dort aus ging es mit dem Thalys-Schnellzug direkt nach Paris. Ab der Hälfte des Weges haben wir von Deutsch nach Französisch gewechselt. Die Familien empfingen uns herzlich am Bahnhof „Gare du Nord“ und dann trennten sich die Wege auch schon.

Herzlich wurde ich in dem netten Appartement meiner Austauschfamilie willkommen geheißen, welches sich wie auch im Fall der Austauschfamilie von Fee in einem der Vororte von Paris unweit der Austauschschule „Institution Sainte-Marie“ in Antony befindet. Von dort aus waren es nur 15 Minuten bis in die Innenstadt und ich hatte eine schöne Sicht auf Montmartre und den Eifelturm von meinem Zimmer aus. Es war eine kleine, aber dennoch sehr schöne Wohnung. Die Familie hat sich extra auf die anderen Zimmer verteilt, sodass ich mein eigenes Zimmer haben konnte. Sie waren eine Familie mit 6 Kindern, es war also immer etwas zu tun und so ist auch das normale Pariser Leben.

So habe ich Paris auch wahrgenommen. Alles war ziemlich stressig und auf seine eigene Weise geordnet. Wir hatten z.B. fast jeden Abend Gäste in der Wohnung, was zuhause fast undenkbar wäre. Jeden Abend saßen wir alle am Tisch und aßen mind. für zwei Stunden, wegen der vielen Gänge. Es wurde viel geredet und lecker gegessen, wie z.B. der unbeschreiblich leckere Käse.

Aber auch an Auslauf hat es nicht gefehlt. Wir haben den Eifelturm im dritten Stock besichtigt, sind durch den 100 Meter entfernten Park gerudert und haben unendlich viele Fahrradtouren gemacht durch die Fülle an Parks, die man einmal gesehen haben muss. Das Schloss von Versailles haben wir besucht und sind mit Fee und ihrer Austauschpartnerin durch die Innenstadt geschlendert, haben die Japan-Expo sowie den Asterix-Adventure-Park unsicher gemacht.

Die ganze Zeit haben wir auch Abenteuer in der Pariser U-Bahn erlebt. Diese ist nämlich nicht nur oft überfüllt, sondern auch verdammt kompliziert. So hat sich selbst mein Austauschschüler das ein oder andere Mal verfahren.

Insgesamt habe ich in den 3 Wochen nicht nur viel erlebt und gelernt, sondern auch ein gutes kulturelles Verständnis für Frankreich entwickelt. Manche Angewohnheiten der Franzosen habe ich sogar übernommen, wie das langsame Essen. Sie haben nämlich keinen Stress mit dem Essen fertig zu werden (wie ich ihn gehabt habe).

Auch habe ich eine gute Möglichkeit einmal wieder nach Frankreich zu gehen. Wir planen gerade wieder einen Besuch in den Ferien.

[Silas Schuster, Q1, PRAG]